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Denn, wer in schuldloser Reinheit
Seine Hände bewahret,
Den besucht nie unser Zorn;
Fern von Unglück durchwallt er das Leben. Aber, wer, wie dieser, frevelnd
Hände des Mordes birgt.
Dem gesellen wir uns rächend bei,
Zeugen wahrhaft den Erschlagenen gegen ihn, Fordern von ihm das vergossene Blut.
Strophe 1.
Mutter, die Du uns gebarest, Nacht den Schauenden und Blinden, Mutter, höre die Erinyen!
Unsere Ehre schmälert Letos Sohn; Reisst aus unserer Hand den Flüchtling, Den des Muttermordes Frevel Unserem Rächerarm geeignet. Ueber dem geweihten Opfer
Sei dies unser Lied! Sinneraubend, Herzzerrüttend, wahnsinnhauchend, Schallt der Hymnos der Erinyen, Seelenfesselnd, sonder Leier,
Und des Hörers Mark verzehrend.
Antistrophe 1.
Denn des Schicksals Richterspruch Gab zum sichern Eigentume
Dieses Los uns. Wessen Frevlerarm Mordend unschuldvolles Blut verspritzt, Dem zu folgen, bis er zu den Schatten walle. Aber sterbend Wird er nicht der Banden ledig. Ueber dem geweihten Opfer
Sei dies unser Lied! Sinneraubend, Herzzerrüttend, wahnsinnhauchend, Schallt der Hymnos der Erinyen, Seelenfesselnd, sonder Leier,
Und des Hörers Mark verzehrend.
Epodos.
Plötzlich aus der Höhe stürzend, Hemmen wir des flüchtigen
Bösewichts unsichern Schritt.
Unter seiner Unthat Bürde
Wankt im irren Lauf sein Fuss.
Und er sinkt— und sieht es
In des Wahnsinns Irrtum nicht.
So umhüllt mit Blindheit ihn der Frevel, Da des Unglücks tiefes Dunkel seinem Hause das Gerücht entgegenstöhnt.


