Aufsatz 
Aus dem Balladenjahre 1797
Entstehung
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nicht willfahren; er hat aber, offenbar durch ihn angeregt, noch Str. 21¹) eingeschaltet (SchG 7. Sept.). Goethe erwiderte ihm:wegen des Schlusses werden Sie denn wohl auch Recht behalten. Der Künstler muss am besten wissen, inwiefern er sich fremder Vorschläge bedienen kann(25. September). Als endlich der Druckbogen des Ibykus in seinen Händen war, meinte er:beim Schlusse wüsste ich nun auch nichts mehr zu erinnern (14. Oktober). Aus eigenem Bedürfnis schuf Schiller dann noch Strophe 14(SchG 22. September), und damit wardie letzte Hand an die Dichtung gelegt(SchG 7. September).

Schiller hat demnach an den Kranichen des Ibykus vom 11. August bis zum 22. Sep- tember 1797 gearbeitet. Auf die Verwendung derrohen Fabel zur Ballade(SchG 17. August) wies ihn Goethe hin, dieErfindung der Fabel(SchG 30. August), wie sie der Dichtung zu Grunde liegt, ist sein geistiges Eigentum; was ihm aber jener aus seinem Entwurfe gab, kam nach dem Zeugnisse der beiden Dichter wesentlich der Exposition zu gute. Goethe erhofft fürdas Ganze Vollständigkeit und Rundung, da Schiller das nutzen mochte, was er ihm über den Ihykus geschrieben(SchG 14. September); er freut sich, dass durch seinen Rat der Anfang des Ibykus eine grössere Breite und Ausführung gewinne(SchG 25. September), und Schiller schreibt:Gewonnen haben sie(die Kraniche) ganz unstreitig durch die Idee, die Sie mir zu der Exposition gegeben(SchG 22. September).

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Die Erzählung vom Ibykus hat Goethe nach Boxberger(Gedichte 84, Anmerkung), der dafür den Brief vom 16. Dezember 1797(SchG) heranzieht, zunächst aus Erasmus Adagia s. Ibyci grues geschöpftꝰ.) Schiller aber wird die Kenntnis der Fabel wohl schon früh aus seiner Lektüre des Plutarch besessen haben(Hoffmeister III 312). Sie hat ihm vielleicht bei der StelleVom Eumenidenchor geschrecket in den Künstlern vorgeschwebt.¹) Als nun die beiden Dichter bei ihrem Zusammensein in Weimar dem Thema nähertraten, schrieb Goethe an Böttiger(s. o. S. 4), aus den Kranichen des Ibykus solle eine Ballade gebildet werden; sie wünschten einige Nachricht, wo sich die Geschichte begeben, und ob von Ibykus selbst etwas Näheres als sein letztes Schicksal bekannt sei. Diesem Verlangen ist Böttiger jedenfalls nachgekommen*), denn Schiller schickte ihm am 6. September 1797 (Kalender) das Gedicht in der zweiten Bearbeitung und schrieb dazu:.... Sie haben mit dem Ibykus viel Mühe gehabt, es ist also nichts anders als billig, dass ich Ihnen vorlege, was zum Teil mit Ihrer Hilfe daraus entstanden ist. Zugleich habe ich aber noch das Anliegen auf dem Herzen, dass Sie so gefällig sein möchten, mir zu sagen, ob darin nirgends gegen altgriechische Gebräuche verstossen ist; auf so eine Art nämlich, wie man auch dem Poeten nicht verzeiht.) Am 8. September erhielt Schiller das Gedicht zurück(Kalender) und schrieb an Goethe, Böttiger habe Zeit und Lokal sehr befriedigend dargestellt gefunden (15. September).

¹) Nach Goedeke und Wackernagel das., ferner Düntzer 173: Str. 22.

²) S. aber die verschiedenen Vermutungen über Goethes Quelle bei Düntzer II 170, Anmerkung.

²) Vgl. Schlmb Vorerinnerung 20; s. dagegen Viehoffé I 267, es ergebe sich hieraus zuvörderst eine Bekanntschaft mit dem Eumenidenchor des Aeschylus, s. übrigens weiter S. 18.

¹) Vgl. Heller 229.

) Böttiger, Biographische Skizze 136. Vgl. SchG 7. September und SchKrn 2. Oktober.