Aufsatz 
Zur Theologie des Aeschylos / Georg Haupt
Entstehung
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heit eines ſolchen Mannes Stimme zu hören und ſeinen Worten nicht geringe Wichtigkeit beizulegen. Die Frithjofſage iſt allmänniglich bekannt; aber daß der Sänger derſelben auch einer der beſten ſchwediſchen Redner und ein eifriger Förderer des Schulweſens geweſen, dürfte weniger bekannt ſein. Und doch finden wir ſchwerlich irgendwo das Wahre und Bleibende der Erziehungslehre mit ſo faßlichen, klaren und ergrei⸗ fenden Worten dargelegt als in ſeinen Schulreden. Wahrlich, dieſes maßgebende, ewig geltende Ziel aller Bildung kann nicht oft, nicht glänzend genug in den Vordergrund geſtellt werden in einer Zeit, in welcher der grobe handgreifliche Nutzen das zarte Ideal zu verdrängen droht, in welcher die Eltern ſo eifrig darnach trachten, ihre Söhne bald zu Brode zu bringen und die Söhne nur ſoviel zu lernen wünſchen, als zum Broderwerb nöthig erſcheint! Selten werden wir mit Tegnér getheilter Meinung ſein, am öfteſten aber wer⸗ den wir uns unwillkürlich zu ihm hingezogen und zu dem Geſtändniſſe gedrungen fühlen, daß er uns aus der Seele geſprochen. Darum möge er meiſtens ſelbſtredend vor uns auftreten!

Die Quellen, woraus wir die folgende Skizze geſchöpft, ſind:

1) Eſaias Tegnér's Leben von Franzén. Ueberſetzt von Dr. G. Mohnike. Berlin 1840.

2) Eſaias Tegnér's Leben, geſchildert von C. W. Böttiger Prof. a. d. Univerſität zu Upſala u. ſ. w. Aus dem Schwediſchen von V. A. Altén. Leipzig. H. Schultze. 1851.

3) 10 Schulreden vom Jahre 1824 1837, welche ſich in folgenden beiden Ueberſetzungen finden:

Sechs Schulreden von Dr. Eſaias Tegnéer. Aus dem Schwediſchen⸗ von Dr. Gottlieb Mohnike. Stralſund. Löffler. 1833.(Die Schulreden von 18241830).

Reden von Eſaias Tegnér. Aus dem Schwediſchen überſetzt von T. Homberg. Frankfurt a. M. H. L. Brönner. 1844.(Neben andern Reden die Schulreden von 18301837).

4) Die Kirche und Schule Schwedens in den beiden letzten Jahrzehnten mit beſonderer Beziehung auf das Stift Wexiö. Von Dr. Eſaias Tegnér. Aus dem Schwediſchen von Dr. Gottlieb Mohnike. Stralſund. Löffler. 1837.

Dieſe angeführten 10 Schulreden ſind folgenden Inhaltes:

1) Rede an dem Gymnaſium zu Wexib im Mai 1824. Ueber die Wichtigkeit der Erseheng und des Lehrerberufes. Ermahnung an die Jugend.

2) Rede an dem Gymnaſium zu Wexib im Junius 1826. Zweck der Univerſität. Vorſchlag eines philoſophiſchen Examens. Ueber die humaniſtiſche Bildung am Gymnaſium. Ueber den wechſelſeitigen Unterricht. Geſangunterricht. Mahnung an die Abiturienten.

3) Rede an der Schule zu Jönköping im Junius 1827. Ueber Sprachſtudien. Ermahnung an die Jugend. Zugabe: über die groͤßere Beſtimmtheit der griechiſchen Sprache vor der lateiniſchen.

4) Rede an dem Gymnaſium zu Wexiö im Junius 1828. Ueber das Verhältniß der Schule zui Hauſe. Ermahnung an die Lehrer und Schüler.

5) Rede an der Schule zu Jönköping im Junius 1830. Ueber die Lernfreiheit. Ermahnung an die Lehrer und Schüler.

6) Rede an dem Gymnaſium zu Wexiö 1830. Wie muß das Verhältniß zwiſchen Lehrer und Schuͤ⸗ ler ſein? Wichtigkeit einer eigenen ſelbſtſtändigen Methode. Ermahnung an die Jugend.

7) Rede an dem Gymnaſium zu Wexib 1834. Ueber das zu frühe Einmiſchen der Jugend in die Politik des Tages. Warnung an die Abiturienten.

8) Rede an dem Gymnaſium zu Wexiö 1836. Ueber den Religionsunterricht, die Gymnaſtik. Ueber ein Hauptgebrechen unſerer Zeit. Mahnung an die Jugend.

9) Rede an der Schule zu Jönköping 1836. Ueber den Genius der Schule. Rüge von Unordnungen unter den Lehrern. Ermahnung an die Jugend.

10) Rede an dem Gymnaſium zu Wexiö 1837. Ueber das ſogen. Studenteneramen. Vortheil des Studiums der alten Sprachen. Ermahnung an die Jugend.