Aufsatz 
Die Einrichtungen für den physikalischen und chemischen Unterricht in dem Erweiterungsbau des Realgymnasiums und der Realschule / Emil Rausch
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

dieſer Schalttafel ſind nur für den Stromkreis des Linienwählers beſtimmt. Von dem Schaltbrett wird der geſamte Strom, wie aus der Tafel II erſichtlich iſt, mit oder ohne Widerſtand zu zwei Klemmſchrauben am Experimentiertiſche oder zu dem Motor geführt. Der Motor, unſere alte Dynamomaſchine, hat eine ſolche feſte Aufſtellung bekommen, daß er leicht mit Apparaten auf dem Experimentiertiſche durch einen Schnurlauf in Verbindung geſetzt werden kann. Die Verzweigung dieſer Leitungen iſt aus Tafel III Figur 2 zu erſehen, die ſich an Tafel II links anſchließt. Zur Ableſung dieſer Spannung und Stromſtärke muß dann das abnehmbare Brett mit Amporemeter, Umſchalter und Voltmeter, das in Tafel III Fig. 3 gezeichnet iſt, in die Queckſilbernäpfe auf Tafel III Figur 2 eingeſetzt werden, anderenfalls die Stromleitung unterbrochen iſt. Der Strom tritt am oberen Näpfchen ein und am unteren aus; die dazwiſchen liegenden beiden Näpfchen haben Anſchluß zur Ableſung von Spannung. Das Brett iſt beweglich, ſodaß je nach Bedarf vom Experimentiertiſche oder der Projektionslampe aus die Meßinſtrumente geſehen werden können. Der Projektionslampe, einer Schuckertſchen Differentiallampe, Syſtem Piette⸗Krizik, juſtiert für eine Strom⸗ ſtärke von 15. Ampeère bei einer Spannung von 46 47 Volt, iſt eine am Stativ für die Lampe befindlicher Beruhigungswiderſtand vorgeſchaltet, ſodaß bei ihrer Benutzung der Geſamtſtrom den Widerſtand des Schaltbrettes nicht zu durchlaufen braucht.

Damit für Verſuchszwecke ein Strom von geringerer Spannung zur Verfügung ſteht, ſind 13 Zellen in Gruppen von 4, 1, 2, 6 nach dem unter der Tafel befindlichen Linienwähler geführt (Tafel II). Von dort geht der Strom durch die Präciſionsinſtrumente des Lehrzimmers wieder zu⸗ rück und dann unter dem Fußboden zu den Schienen auf dem Experimentiertiſche, von denen dann nach Belieben ein Strom aus 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 13 Zellen abgenommen werden kann.

Dieſelben Zellen ſind in gleicher Weiſe neben dem Geſamtſtrom nach dem Chemieſaale des I. Obergeſchoſſes und nach dem Vorbereitungszimmer des Erdgeſchoſſes weiter geführt. Die Ein⸗ richtung der elektriſchen Leitungen dieſes Zimmers zeigt Tafel III Figur 3. Von der Verzweigungs⸗ doſe geht der Geſamtſtrom zu zwei Queckſilbernäpfchen des Umſchalters rechts unten auf dem Schalt⸗ brette. Dorthin führen auch vom Linienwähler die Leitungsdrähte zu zwei anderen Näpfchen. Durch 2 Metallbügel wird der Strom von hier aus zur Verbrauchsſtelle zwiſchen den 2 Fenſtern des Vorbereitungszimmers geſchickt. Dies geſchieht entweder direkt durch Einlegen des Ausſchalters oder unter Benutzung des Regulierwiderſtandes; Stromſtärke und Spannung können an den Meß⸗ inſtrumenten abgeleſen werden. Je nach der Stellung des Umſchalters auf dem abnehmbaren Brette zeigt das Voltmeter die Nutz⸗ oder Klemmenſpannung an. Damit neben dem an der Verbrauchsſtelle abgenommenen Geſamtſtrom auch noch die 13 Zellenleitung benutzt werden kann, ſind an dem Linienwähler noch 2 Klemmſchrauben angebracht.

Die Zeichnung, die der Tafel I zu Grunde liegt, iſt von Herrn Stadtbaurat Schmandt zur Verfügung geſtellt worden. Auf ſeine Veranlaſſung ſind auch die von den Herren Oberlehrern Profeſſor Dr. Pitz und Lucius aufgenommenen Teile der elektriſchen Anlage von Herrn Bautechniker Nold in einer Zeichnung zuſammengeſtellt worden. Wir ſprechen auch hier für dieſes Entgegen⸗ kommen unſeren verbindlichen Dank aus.