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und Versmass und Shakespeare. Zwecks Erweiterung der Kenntnisse in den sprach- lichen Beziehungen des Englischen zu den ůbrigen germanischen Sprachen sollte nun stattfinden das Studium von Gotisch, Altsächsisch, Isländisch, Neuhochdeutsch, flolländisch, Norwegisch und zwar„from the comparative point of view“.
An diese rein berichtenden Ausführungen gestatte ich mir, im Interesse der guten Sache einige kritische Bemerkungen anzuschliessen. Meine Leser werden wie ich ge- funden haben, dass Herr Dr. Sweet zwar vieles brachte, aber nicht das, was wir Lehrer des Englischen erwartet hatten und suchten. Schon am Ende der ersten Stunde wandten sich mehrere Hörer an Herrn Dr. Sw. mit der Bitte, die Vorlesungen in unserem Sinne umzugestalten, d. h. Phonetik, theoretisch und pracktisch, zu treiben. Leider ging der genannte Herr nicht darauf ein in der Meinung, seine meisten Hôrer seien Engländer. Auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht, beharrte er doch noch auf seinem Programm. Wir wandten uns nun bei Gelegenheit einer Konferenz an den überaus liebenswürdigen Leiter des Meetings, Mr. Marriott, mussten aber leider erfahren, dass er- jetzt keinen Einfluss mehr ausüben könne. Abgesehen von einigen Stunden waren die betr. Vorlesungen trocken, langweilig, namentlich die, in welchen angelsächsische Texte u. s. W. interpretiert wurden. So nahm die stattliche Zahl der Hörer— anfäÄnglich wohl über 100— stetig ab. Die Einrichtung, auf die viele ihr Hauptaugenmerk gerichtet hatten, erwies sich als fast völlig verfehlt. In diesem Punkte muss in Oxford künftig Wandel geschaffen werden, wenn es seine Anziehungskraft weiter behalten und verstärken will; hatte doch der grosse Ruf von Dr. Sweet als gründlicher Kenner des gesprochenen Englisch gar manchen zur Teilnahme an dem Meeting bestimmt. Die Mr. Marriott vorgebrachten Klagen über den fraglichen Punkt haben gewiss diesen um das Gedeihen der Meetings hochverdienten Herrn schon veranlasst, über Mittel nachzusinnen zur Beseitigung des Uebelstandes, zur Schaffung einer für die Ausländer, die sich in sprachlich formaler Richtung ausbilden wollen, zweckmdässigen Einrichtung. Vielleicht dürfte es ihm gleichwohl willkommen sein, die Ansicht eines Beteiligten zu hören. Wir Lehrer des Englischen wünschen in formaler Hinsicht Gelegenheit zur Läuterung unserer Aussprache, zur UÜbung im Hôren von gutem Englisch und im Sprechen. Wir bedürfen also eines oder mehrerer Lehrer, die gutes Englisch sprechen, phonetisch geschult sind oder wenigstens Erfahrung haben im Einüben der englischen Laute infolge ihrer Lehrthätigkeit an Secondary Schools oder auch Ele- mentary Schools, Lehrer, die anregend zu plaudern und schwierigere Falle der englischen Grammatik zu erklären und englische Texte sachlich und sprachlich zu erläutern verstehen.
lch glaube, in einer so gelehrten Stadt wie Oxford lassen sich für diese Aufgabe geeignete Herren oder auch Damen finden. Es waàre aber nôõtig, solche Kurse vorher zu organisieren, sodass die Fremden sich nur zu melden brauchen(vielleicht schon einige Zeit vor der Eröffnung des Meetings). Die einzelnen Abteilungen dürften nicht mehr als 10 bis 12 Mitglieder auſnehmen, namentlich die für Konversation bestimmten. Falls auf einem Gebiete Parallelkurse gebildet werden müssten, wäre Rücksicht auf Vorbereitung und Nationalität zu nehmen.
Wir Ausläander wären dem rührigen und stets sehr entgegenkommenden Mr. Marriott und seinem Stabe sehr dankbar, wenn sie in dieser Richtung Schritte thun wollten, und ich bin überzeugt, die Summer Meetings würden noch zahlreicher von


