Aufsatz 
Das Oxforder Summer Meeting von 1901 als Volksbildungsmittel und sein Wert für die deutschen Lehrer des Englischen / von J. Luley
Entstehung
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Stellung zum Krieg. Er habe ihn als unchristlich verurteilt ausser inpure selfdefence or in aid of the weak and oppressed. Endlich wies er noch die Behauptung zurück, R. sei Pessimist gewesen. Derselbe habe wohl über allzugrossen Hang zu Vergnügungen, zum Genuss, zum Erwerb von Reichtum um des nachherigen Genusses willen geklagt, aber an die Stelle der Reize von aussen innere, geistige Freuden, Freude an der Natur und an den Werken der Kunst, setzen wollen.

Zum Studium J. Ruskins, das meines Erachtens unerlässlich ist, um in den Geist des jetzigen englischen Volkes einzudringen, wegen des grossen Einflusses, den der grosse Asthetiker, Ethiker und Sozialreformer ausgeübt hat und noch mehr ausüben wird, möchte ich mir erlauben zu empfehlen:

1. Life and Works of John Ruskin, by W. G. Collingwood(Methuen, 2 vols). 2. J. Ruskin: Sesame and Lilies. 3. Crown and Wild Olive. 4. Unto this Last. . 5. Fors Clavigera, oder statt dieses aus 20 Bänden bestehen- den Werkes: Selections from Fors Clavigera, by Miss C. Wurtzburg(G. Allen).

Ferner als kritische Schriften:

Ruskin and the Religion of Beauty, by R. de la Sizeranne(G. Allen). John Ruskin: Social Reformer, by J. A. Hobson(Nisbet& Co.). The Work of John Ruskin, by Dr. C. Waldstein(Methuen).

Als Ersatz für eine ausgefallene Vorlesung hielt Mr. Hudson Shaw einen Vor- trag überJohn Ruskin as a Prose Writer.

In einer glänzenden Rede feierte er R. als den grössten Prosaschriftsteller Englands im 19. Jahrhundert neben Macaulay und Carlyle. Als seine Lehrer in Bezug auf den Stil wurden bezeichnet Pope, Scott, Byron, Herbert, Carlyle und besonders die Bibel. Der Redner erzählte, Ruskin habe alljährlich mehrere Kapitel der Bibel auswendig gelernt. Daher rühre auch der Reichtum an Bibelstellen in seinen Schriften(in Modern Painters 450, in Fors Clavigera 600). Als Schwächen seines Stilels führte Mr. H. Sh. an: Verstösse gegen die Grammatik, masslose Zornesausbrüche, und in seinen Jugendschriſften öfters lange Sätze. Wegen der grammatischen Fehler seien Ruskins Schriften von anderen vor dem Drucke durchgesehen worden. Den an zweiter Stelle erwähnten Fehler suchte der Redner zu erkläàren durch den Einfluss von Carlyle und durch boshatte, unaufrichtige Gegnerschaſt, bittere Angriffe und Abtrünnigkeit von Freunden.

Als Vorzüge von Ruskins Prosa bezeichnete der Redner: grosse Beredsamkeit, reichen Wortschatz, reichen Wechsel in der Stimmung. R. sei abwechselnd mystisch und klar, majestätisch und einfach, traumerisch, beredt, geschäftsmässig, launisch, ernst, prophetisch, wie ihn sein Geist gerade getrieben habe. Seine Sprache als die eines Mannes von feinem Kunstsinn, zeichne sich aus durch Harmonie, musikalische Assonanz, Rhythmus,