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allerdings blühend. Der Berichterstatter trat ferner lebhaft für Gründung von Bibliotheken ein und beklagte, dass die jüngeren Genossenschaften in dieser Beziehung dem Beispiele der älteren nicht folgen. Man verlasse sich zu sehr auf die Städte, die mit reichen Mitteln versehen seien. Dies verrate eine gefährliche Tendenz, nämlich die, dass man nichts ohne den Staat thun wolle. Wenn diese Gesinnung weiter um sich greife, so werde sie ein ernstes Hindernis für den Fortschritt; denn der Staat könne nur für die Bildungsanstalten sorgen, deren Notwendigkeit lange Erfahrung erwiesen habe, und für solche Formen, welche von einer starken Strömung im Volke gefordert werden. Es sei aber Raum genug da für private Thätigkeit auf dem Erziehungsgebiete. Mr. Owen ver- langte dann dringend Erziehungsmittel, die alle, welche von ihnen Gebrauch machen, zu besseren Gliedern der Gesellschaft zu erheben geeignet sind. Als wünschenswerte Lehr- gegenstände bezeichnete er Litteratur, Geschichte, politische und soziale Wissenschaſften, Wirtschaftslehre, Kunst und die allgemeinen Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und vornehmlich Gegenstände, die in besonderem Masse anwendbar sind auf die Bedürfnisse der arbeitenden Klasse.(Kochen, Krankenpflege und Hauswirtschaftslehre.) Die Not- wendigkeit der letzteren begründete er durch Hinweis auf die bestehenden Verhaltnisse. Er meinte, viele Krankheiten seien auf schlechte Hauswirtschaft zurückzuführen. Die un- passende Ernahrung von Kindern der arbeitenden Klasse lege den Grund zu vielen Krankheiten, namentlich chronischen Verdauungsleiden. Ferner bade man zu wenig, und Hunderttausende schliefen in Zimmern mit dicht geschlossenen Fenstern. Auf diesem Gebiete könnten Reformen durchgeführt werden, die nicht von einer Erhöhung des Ein- kommens abhangig seien. Der Referent empfahl dann die Bildung von Erziehungsgesell- schaften. Was man aber vor allem erstreben müsse, sagte er, das eine was not thue, sei der Glaube an die Erziehung; denn die arbeitenden Klassen in ganz England be- dürften einer besseren Erziehung.„Wenn die Co-op. Soc. in diesem Sinne arbeiten, so thun sie ein grosses Werk, nicht so sehr für sich selbst und den gesellschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens, als für die arbeitenden Klassen als Ganzes und durch diese für die ganze Nation“, war der Schluss der Arbeit. Diese fand wegen ihrer stark pessimistischen Färbung lebhaften Widerspruch in der Versammlung. Der Vorsitzende, der schon 3 Jahre hindurch die hier in Betracht kommenden Prüfungen abgehalten hat, stellte fest, dass die Jugend mit viel Fleiss und Interesse arbeite. Er sprach dann von einer Gefahr: der Ver- engung der Bildungsbestrebungen in England. Es herrsche viel Erregung wegen Unter- richt im Handelswesen. Man fordere, dass in dieser Richtung mehr geschehe, um in Zukunft der Konkurrenz des Auslandes(Amerika und Deutschland) besser begegnen zu können. Er sei aber der Meinung, die Erfolge Deutschlands auf dem Gebiete von Handel und Industrie seien weniger der technischen Ausbildung in den Schulen zu verdanken als„to the general spirit of education“ des deutschen Volkes. Was not thue, sei nicht so sehr technische Ausbildung als eine auf breiterer Grundlage ruhende moderne all- gemeine Bildung.
Von anderer Seite empfahl man, die Genossenschaften mõchten„country reading classes“ einrichten.
Entgegen den Behauptungen Mr. Owens erklärte ein betagtes Mitglied, grosse Hoffnung auf die Genossenschaftsbewegung in der Bildungsfrage zu setzen, denn es sei


