Aufsatz 
Das Oxforder Summer Meeting von 1901 als Volksbildungsmittel und sein Wert für die deutschen Lehrer des Englischen / von J. Luley
Entstehung
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Studierende Damen haben auch gute Erfolge erzielt. Von den 1o ersten Studentinnen, die sich in Oxford dem Examen unterzogen, erlangten 5 ein Zeugnis erster Klasse.

Der Zudrang von Damen zu den Universitäten ist in England in beständigem Steigen.

In Bezug auf die Ursachen der Bewegung führte Miss M. folgendes aus:

Die Vorkämpferinnen haben in der oben geschilderten Weise gearbeitet, weil sie das Bedürfnis für Frauenbildung erkannt hatten. Die meisten studierten Damen sind heute im höheren Schulwesen thätig. Hier sah es früher sehr schlimm aus. Die Schul- kommissionen hatten bewiesen, dass die in diepublic schools eintretenden Kinder schlecht vorbereitet waren. Die Lehrer der Vorbereitungsschulen schoben die Schuld auf die ersten Lehrer, namentlich aber auf das Haus.Die Mütter bedürfen einer höheren Bildung, damit sie ihren Kindern die erste Erziehung in Ordnung methodisch geben können, war der aus obigen Verhaltnissen gezogene Schluss.

Aber nicht nur aus den Schulverhältnissen ist die Forderung, mehr für Frauen- bildung zu thun, hervorgegangen. Die Handels- und Finanzkrisis in den 60er Jahren nötigte viele Frauen, ihren Lebensunterhalt zu erwerben. Es wuchsen die Ansprüche an die Mitarbeit der Frauen an Werken der Barmherzigkeit. Da wurde in vielen Frauen das Gefühl wachgerufen, dass sie einer besseren Erziehung, grösserer Ausbildung ihrer geistigen Kräſte und eines reicheren Wissens bedürften.Für diese Dinge, erklarte Miss M.,und nicht, wie oft gesagt worden ist, aus dem thörichten Wunsche, mit den Männern in Wettbewerb zu treten, haben die Kämpferinnen Kraft, Zeit und Geld geoptert für die Errichtung und Ausgestaltung von Frauenbildungsanstalten.(Ich gestatte mir hier zu bemerken, dass es mir sehr fraglich erscheint, ob die Bewegung sich auf diesen Bahnen hält, ja ob heute alle Frauen auf diesem Standpunkte stehen. Man sche z. B. The Heavenly Twins von S. Grand.) Miss Maitland verbreitete sich dann noch über das Mädchenschulwesen. Hierbei ging sie von der zur Prüfung des Schulwesens im Jahre 1866 ernannten Kommission, deren Thätigkeit sich auf Betreiben einiger Damen auf die Prüfung von Mädchenschulen erstreckte, aus, teilte einiges aus dem von dieser Kommission erstatteten Bericht mit und erzählte, dass die von derselben gemachten Besserungsvorschläge nicht zur Ausführung gekommen seien. Sie schilderte dann die von Mr. Gray 1871 eingeleitete Bewegung zwecks Errichtung von Mädchenschulen und fuhr fort:Die Bemühungen wurden von Erfolg gekrönt. Es bildete sich eine Gesellschaft: National Unity for the better education of women. Diese besitzt heute 36 Mädchen- schulen. Andere Gesellschaften folgten diesem Beispiel, und heute besitzt England eine grosse Anzahl solcher Schulen, die, wie die Rednerin meint, public schools im besten Sinne des Wortes sind.

Zuletzt besprach Miss M. die erzielten Erfolge in ihrem Verhältnis zu dem Erstrebten sowie die Aussichten für die Zukunft. Sie stellte die Frage: Hat die höhere Bildung zu der Bildung eines höheren Charakters geführt? und meinte, dass trotz mancher Irrtumer und Fehlschläge Zeichen des Erfolges zu bemerken seien. Die Erfolge verdanke man der Rührigkeit von Frauen und der Hilfe einiger edlen Männer. Niemand sage heute mehr, Latein sei nicht für Frauen, oder dass eine kenntnisreiche Frau unge-

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