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dass die Armut des Heims nicht hemmend einwirke auf die Ausbildung der Anlagen. Zu diesem Zweck habe man die„Junior scholarships“ geschaffen, welche nicht nur freie Ausbildung gewaâhren, sondern auch Entschädigung für das, was das Kind verdient hätte (Cheers). Das System gestatte aber auch, dass Jungen, die im Laufe der Jahre hinter den Erwartungen zurückbleiben, wieder ausgesthieden werden, damit man nicht durch die Scholarships junge Leute in höõhere Berufe bringe, die besser Handwerker ge- worden wären.
Dr. Kimmins legte dann das in den einzelnen Stufen des Systems verschiedene Verfahren bei der Vergebung der Scholarships dar.— Der Betrag einer senior-scholarship ist die grosse Summe von jährlich 3600 M. Bemerkt sei noch, dass etwa der englischen Grafschaſten Scholarships gewähren.— An die obigen Vorträge schloss sich noch eine kurze Besprechung an.
Ich möchte diesen nur berichtenden Ausführungen noch einige Bemerkungen hinzufügen:
1. Die Thatsache, dass in England eine überaus rege Thätigkeit auf dem Ge- biete der„technical schools“ herrscht. Solche Schulen werden allerorts gegründet.
2. möchte ich darauf hinweisen, dass man, wenn auch noch zõgernd, die üblen Folgen der Decentralisation auf dem Gebiete des höheren Schulwesens erkennt und nach einem Eingreifen der gesetzgebenden Faktoren verlangt;
3. dass die im nationalen Interesse geschaffene und soziales Empfinden verratenden Scholarships, eine spezifisch englische Ursache haben, in dem englischen Universitätswesen begründet sind. Das Studium ist in England infolge der Colleges ausserordentlich kostspielig. 3600 M. jährlich werden als die Summe bezeichnet, mit der ein Student gerade auskommen kann. Viele aber brauchen 10000 M. und mehr jährlich. Das bringt natürlich mit sich, dass selbst in dem reichen England viele eine Hochschule nicht beziehen können.
Diesen die Organisation des Schulwesens betreffenden Ausführungen lasse ich einen kurzen Bericht über zwei Vorlesungen auf dem Gebiete der Methode folgen.
1. The Teaching of English Composition(Mr. Sélincourt).
Mr. S. beschrieb das in England übliche Verfahren und legte die Mäângel des- selben dar. Er sagte, man suche zu sehr, den Aufsätzen einen Anstrich von Gelehrsam- keit zu geben, wolle alle Stilarten lehren, achte zu viel auf das„Wie?“ und nicht genug auf das„Was?“ So lernten die Jungen nicht, ihre Gedanken, sich selbst in eigenen Worten auszudrücken. Der Vortragende warnte vor blosser Nachahmung, empfahl da- gegen sorgfältige Lektüre guter Prosa und Poesie, was zu unbewusster Nachahmung führe. Er forderte sachliche Besprechung des in dem Aufsatz zu behandelnden Gegen- standes, Reproduktion des Inhaltes in des Kindes eigenen Worten, Herausbildung der Fähigkeit, sich zusammenhängend auszusprechen, denn„Stil“ ist der Ausdruck der Per- sönlichkeit. Ausserdem verbreitete er sich über den Einfluss des Ubersetzens auf die Stilbildung u. dergl.
Wir erfuhren von ihm auch, dass die Engländer das deutsche Unterrichtsver- fahren, dem der Redner hohes Lob zollte, eifrig studieren und dass die deutsche Methode


