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und Grafschaften„Scholarships“ eingerichtet für Volksschüler, die auf höhere Schulen und von da aus zur Universität oder in Technical Colleges gehen wollten. Die„Royal Commission on Secondary Education“ habe 18906 einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, welcher für jede Grafschaft die Errichtung einer Behörde für das Secondary-Schulwesen verlangte. Der Entwurf sei leider nicht angenommen worden. 18909 sei dann der Board of Education Act angenommen worden, worin eine Centralbehörde für beide Schul- gattungen angeordnet wird. Infolge der Verzögerung hätten die School-Boards eigen- mächtig eingegriffen und unter dem Namen„elementary schools“ Anstalten errichtet, die in das Gebiet des höheren Schulwesens gehören. Dadurch sei ein Zustand geschaffen worden, der nichts als ein Chaos sei. Er wolle nicht sagen, dass es in England keine höheren Schulen gebe, aber das Schulwesen dieser Gattung sei in der in England so häu- figen„haphazard manner“. England habe sehr gute Schulen auf diesem Gebiete, ältere und solche jüngeren Datums; aber sie seien nicht genügend über das Land verteilt. Einige Grafschaſten hätten deren zu viele, andere wenige und noch andere gar keine. Auch die Beziehungen der städtischen Schulen untereinander seien nicht geregelt. Mr. Talbot klagte über„overlapping und competition“, d. h. darüber, dass etwas, das am besten von einer Körperschaft gethan würde, von zweien gethan wird. So werde Zeit und Energie verschwendet. Mr. T. rühmte dann die„great public schools“ des Landes und erwähnte noch die eifrig wirkenden alten Universitäâten, denen sich in letzter Zeit neue zugesellt hätten.
Alsdann kam ein Bericht von Dr. Maclure(Dean of Manchester) zur Verlesung, in welchem das Schulwesen von Manchester geschildert wurde. Hierin kam gleichfalls die Klage über„overlapping“ zum Ausdruck. Es wurde ferner ausgeführt, wie in M. nach vielen Mühen ein Einvernehmen zwischen den verschiedenen Schulkörpern zustande gebracht worden sei, sodass der Schulapparat dieser Stadt heute ohne Reibungen arbeite. Dr. Maclure wünscht aber, dass an Stelle dieses auf den guten Willen einzelner ange- wiesenen Apparates eine gesetzliche Einrichtung trete. Bezeichnend dürfte die Klage des Referenten darüber sein, dass nur zu oft Lehrer und Schulleiter um des Ruhmes ihrer Anstalt willen begabte Schüler zurückhielten von dem UÜbergang in eine ihrer Veran- lagung entsprechenden Schule.—
Die Sorge für entsprechende Ausbildung begabter Kinder aus ärmeren Klassen hat in England das System der„Scholarships“ hervorgerufen. Herr Dr. Kimmins, Inspector under the Technical Education Board of the London County Council, hielt in dieser Konferenz einen sehr interessanten Vortrag über das Londoner System der Scho- larships. Dieses umfasst das gesamte Schulwesen und zerfällt in 3 Stufen: junior grade, middle grade, upper grade.
Das Hauptziel des Planes ist: Entdeckung der Begabung und Natur derselben, um zu verhindern, dass der Nation wertvolles Material durch ungünstige Verhältnisse verloren geht, Gelegenheit zu schaffen für die volle Entwicklung natürlicher Fähigkeiten. („Natural capacity, once discovered must not be barred from development“.) Der Redner beschrieb alsdann das in London übliche Verfahren, welches darauf abzielt, gottgegebene natürliche Anlage von dem Produkt grossen Fleisses zu unterscheiden.
Sei solche Begabung festgestellt, dann müsse Sorge dafür getragen werden,


