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(Einteilung u. s. w.) und deren Bedeutung. Schliesslich wies er das Dramatische der Div. Com. auf, hinsichtlich„conception, incident and characterization“ und legte die dramatische Gestaltungskraft des grossen Sohns Italiens dar.
Ich will und muss mich auf diese dürftigen Notizen und den Ausdruck meines subjektiven Empfindens beschränken, da ich mich nicht fähig fühle, eine Rede von so poetischem Hauche durchweht wie die des ehrwürdigen Bischofs wiederzugeben. Auch wenn ich die Worte des Redners wieder fände, würde der Wiedergabe immer noch eins fehlen, der Herzenston, in dem die Rede vorgetragen wurde.
Glänzend waren ferner die 2 Vorträge von Mr. Powys aus Cambridge über die Artussage(l. Sir Thomas Malory's„Morte d'Arthur“, II. Tennyson's„Idylls of the King“). Der Redner, offenbar ein Kelte, behandelte die beiden Dichtungen der Kelten- sage mit ausserordentlicher Wärme und einer hinreissenden Beredsamkeit. Er verstand es, seine gewaltige Zuhörerschaft zu fesseln von Anfang bis zu Ende. Auch hier muss ich auf eine ausführliche Wiedergabe verzichten. Malory's Werk hatte ich nicht gelesen und Tennysons„Idylls etc.“ nur teilweise. Ich beschränke mich darum auf die 2. Vorlesung.
Mr. Powys behandelte zuerst die Frage:„Inwiefern eignet sich die Artus- sage zu einem Epos?“ und bedauerte, dass sie nicht von Englands grösstem Epiker, Milton, bearbeitet worden sei. Er legte dann dar, wie T. den gegebenen Stoff episch behandelte, und zeigte, dass der Dichter denselben bedeutend umgestaltet hat. Er habe ihn dargestellt wie ein Germane, nicht wie ein Kelte; er habe der keltischen Sage den teutonischen Ernst und teutonischen Mysticismus hinzugefügt. Der Kelte sei nicht „mystic but magic“. In lebhaften Farben schilderte der Redner dann den keltischen Volkscharakter. Dabei erzählte er ein Erlebnis, das kund gab, wie lebendig die Artus- sage noch heute in dem keltischen Volke wurzelt. Und wenn er mit einer gewissen Wehmut im Tone zugestand, dass die keltische Rasse gegen die germanische zurückstehe an politischer Gestaltungskraft, so klang es andererseits stolz und selbstbewusst, als er die lebendige Phantasie, den frischen, fröhlichen Natursinn der Kelten betonte, die auf dem Gebiete der Poesie noch Grosses zu leisten im stande sein dürften. Mr. Powys führte dann weiter aus: T. hat König Artus modernisiert; er hat ihm eine sittliche Philosophie eingegeben, ihn zu einem Pypus der Menschheit gemacht. Tennysons Ar- tus ist wie Faust von Zweifeln erfasst. Er ist auch von Personen umgeben, die sittliche Qualitäten darstellen. König Artus der Keltensage ist aber kein moralischer, kein muster- hafter König. Tennyson hat Artus ein Gefühl der Pflicht beigelegt(„Every man has a place to fill and in filling his place, he does his duty“). Sein Artus fühlt zu viel das Menschliche, das Staubgeborene, das wieder zu Staub werden muss, an sich. Die Idea- lisierung des Königs hat auch den Dichter bewogen, die massive Sprache des Epos gegen eine flüssigere zu vertauschen, um den höheren Gedanken entsprechenden Ausdruck zu verleihen.
Der Redner wies alsdann an den übrigen Gestalten der Dichtung die ideali- sierende Tendenz des Dichters nach. Tennyson habe ihnen gleichsam das Tierische be- nommen, sie modern menschlich gemacht. An Beispielen zeigte der Vortragende die ausserordentliche Zartheit der Sprache Tennysons, namentlich in Guinevere, und die Fähigkeit des Dichters, sich in verwickelte Stimmungen und Gefühle hineinzufühlen,


