. mune consilium“ gehörten nur an„archipiscopes, episcopes, abbates, comites, majores barones et illi qui de rege tenent in capite.“ Das Commune consilium ist also nicht national, da es keine Vertretung aller, auch nicht aller bedeutenden Klassen des Volkes ist. Wenn dem so ist, so hat auch das Volk keinen Einfluss auf die Steuern. Es gibt somit kein parlamentarisches Steuerbewilligungsrecht. Die Zahl der earls(comites) war damals sehr gering, die Zahl der barons(barones) nur wenig grösser. Von dem„liber homo“ sagte Mr. J.:„The common freeman was in the 12th century not so common as he was free“. Diese Klasse, welche die Landbesitzer(freeholder) umfasste, war also auch nicht sehr zahlreich.
Der Villanor(villanus) war„the man in the field, the average man.“ Diese Klasse umfasste etwa% des englischen Volkes, und die ihr gewährten Freiheiten müssen wir berücksichtigen, wenn wir die Freiheit des Volkes bestimmen wollen. Diese Klasse hatte keine Ursache, die M. C. als„a venerable document“ zu betrachten. Sie ist zwar darin nicht vergessen, aber nur sehr wenig bedacht worden.
Den„Merchants“ gewährte die M. C. unbehelligt zu reisen in dem Lande, nach der Fremde und von da nach England. Aber die englischen Kaufleute von damals waren meist einfache„shopkeepers“. Die Grosshändler waren Fremde: Franzosen und ltaliener. Auch war das Reisen in dem Lande sehr schwierig in Rücksicht auf die Weg- und Sprachverhältnisse.
Das den„Clerks“(clerici) bewilligte wichtigste Recht war die Unterstellung: unter eigene Gerichtsbarkeit, wodurch sie der des Königs entzogen wurden.
Die Untersuchung ergibt also, dass die M. C. der grossen Masse des eng- lischen Volkes nur sehr wenig gewährte. Eine Betrachtung der Verhäaltnisse, durch welche und in denen die M. C. entstanden ist, führt zu dem gleichen Urteil. Das Ende des 12. Jahrhunders war im Westen Europas ausgezeichnet durch ein starkes Wieder- aufleben der Monarchieen. Die mächtigste Klasse des Volkes aber war damals die feudale Aristokratie, und die Stärkung der Monarchie bedingte ein Niederdrücken des feudalen Adels. Die Folge hiervon war eine grosse feudale Reaktion gegen die Gewalt des Königtums im Westen Europas und in England unter dem schwachen John. Der Redner besprach dann die Rechte Johns auf den Thron und das Verhalten des Königs gegen über dem Sohne seines älteren Bruders, sowie das Verhältnis zwischen John und Philipp August von Frankreich, die Losreissung des englischen Besitzes in dem letzteren, den Streit mit Innocenz III. und den fuúr John demütigenden Ausgang desselben(1214) und fuhr dann fort: Die Niederlagen des Königs machten einen tiefen Eindruck auf das Ge- müt des Volkes. Der König, von schlechten, eigennützigen Ratgebern beeinflusst, be- leidigte die Schotten, die Iren, die Walliser und reizte sein Volk durch harte Steuern. Die Masse des Volkes litt zwar unter der vom König auferlegten Steuerlast, am meisten aber der feudale Adel und die Kirche. Die Opposition ging darum auch von Adel und Kirche aus(Bem. Art. 61„Discordia inter nos et barones notros orta“). Die grosse Masse des Volkes hat sich nicht sehr an dem Kampfe beteiligt. Obwohl der„common Englishman“ ein sehr guter Kämpfer war, wandte sich der Adel nicht an ihn, sondern an den französischen Adel um Beistand gegen den König. Der Adel verliess sich nicht auf die breiten Schichten des Volkes, weil diese weniger dabei interessiert waren. Die


