Aufsatz 
Apparate aus der Apparatensammlung für den chemischen Experimentalunterricht am Realgymnasium zu Giessen / von Erb
Entstehung
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14 zwei Röhren mit eingeſchliffenen Hähnen angeſetzt. Man kann ſo das Gas nach 2 Richtungen hin verwenden, ohne den Apparat umändern zu müſſen.

Apparat zur Darſtellung engliſcher Schwefelſäure.

Die hierzu notwendigen Gefäße ſind auf zwei Fußbrettern getrennt montiert. Auf dem einen befindet ſich eine große dreifach tubulierte Woulf'ſche Flaſche(Bleikammer) und das Entwickelungsgefäß für Waſſerdampf, auf dem anderen die Entwicklungsgefäße für Schwefel⸗ dioryd und Stickoxid. Die Luft wird aus einem Gaſometer zugeführt.

Die drei Tuben verwendet man ſo, daß man durch den einen Waſſerdampf und Schwefeldioxyd, durch den anderen Luft und Stickoxyd einführt. Die eingeſetzte Röhre des mittleren verbindet man mit dem Abzug des Tiſches.

Apparat zur Darſtellung von Arſen- und Antimonwaſſerſtoff. Abbldg. 15. Fuß 10: 48.

Die zweifach tubulierte Woulf'ſche Flaſche ſteht in einem Holzring. Die Röhre für die Metallſpiegel liegt auf einer Stütze auf. Die Stütze läßt ſich in dem Fuße verſchieben. Zu dieſem Zweck iſt in dem Fuße ein rechteckiger, 2,5 cm breiter Ausſchnitt hergeſtellt. Die unten 4 em breite Stütze iſt dieſem Ausſchnitt entſprechend unten eingezapft. Unterhalb des Tiſches iſt die Stütze in ein Brettchen eingelaſſen, das die Stütze feſthält. Ein zweites Schiebebrettchen iſt über dem Fuße einſeitig an die Stütze befeſtigt.

Apparat für den Kachweis des Phosphors in Vergiftungsfällen. Fuß 38: 24 cm. Abbldg. 16.

In den Schmalſeiten des Fußes ſind die Führungs⸗Stützen für 2 Schlitten eingelaſſen. Die beiden Schlitten ſind oben durch eine eingezapfte Querleiſte verbunden. In den einen Schlitten iſt nahe ſeinem unteren Ende ein Holzring mit Arm eingelaſſen zum Aufſatz für den Kühler. Oben legt ſich der Kühler von der Seite her in einen Ausſchnitt der Querleiſte herein und wird durch ein ſchmales drehbares Holzleiſtchen am Herausfallen gehindert. Durch eine Bohrung in der Querleiſte führt das doppelt rechtwinklich gebogene Verbindungsrohr zwiſchen Deſtillationskolben und Kühler. Ein Halter und ein kleines Tellerſtativ für das zugehörige Kölbchen vervollſtändigen den Apparat. Die Schlitten werden durch zwei mit Kettchen aus Kupferdraht an den Apparat befeſtigten Halteſtiften in der Höhe gehalten.

Die Abbildung zeigt den Apparat mit ausgezogenen Schlitten, wie er beim Verſuche verwendet wird. Soll er in der Sammlung untergebracht werden, ſo zieht man den Dreifuß ſeitlich heraus, entfernt die Halteſtifte und drückt die Schlitten herunter bis die Schlittenköpfe auf den Stützen auffitzen. An Stelle des Dreifußes ſtellt man das Tellerſtativchen jetzt als Unterlage für das Deſtillationsgefäß.

Die Führungsſtützen werden wie folgt angefertigt. Man ſchneidet zunächſt aus 8 mm ſtarkem Erlenholz zwei der Kühlerlänge entſprechende Stützen in der vorher angegebenen Weiſe aus. Sodann ſchneidet man aus dieſen Stützen der Höhe des Dreifußes angepaßt die Schlitten heraus. Der als Stütze dienende Teil wird auf beiden Seiten mit Auflagen von 4 mm Stärke verſehen, wobei darauf zu ſehen iſt, daß ſich die Weite des Schlitzes nicht ändert. Damit die Schlitten ſich in dieſen ſo entſtandenen Führungen beſter bewegen laſſen, vermindert man ihre Stärke und Breite etwas durch Abreiben mit Glaspapier. Auf der Innenſeite derjenigen Stütze, an welcher der Träger für den Kühler liegt, muß in die Auflage wiederum ein Ausſchnitt ge⸗ macht werden und zwar in der Art, daß der Schlitten noch Führung hat, der Trägerarm ſich aber in dem Ausſchnit bewegen läßt.