Aufsatz 
Apparate aus der Apparatensammlung für den chemischen Experimentalunterricht am Realgymnasium zu Giessen / von Erb
Entstehung
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Apparat zur Darſtellung von Kohlendioxvd. Abbldg. 17. Fuß' 18: 26 cm, Brückenhöhe 7 cm, Breite 41 cm, Länge 26 cm. Die Anordnung des Apparates iſt analog wie bei den vorher beſchriebenen und aus der Abbildung erſichtlich. Der beigedruckte Apparat dient zur Darſtellung von Chlorwaſſerſtoff.

Kohlendiorvd als Verbrennungsprodukt von Kohle und nachträglicher Reduktion durch Ralium. Abbldg. 18.

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Hinter der zweiten Stütze befindet ſich ein kleines Tellerſtativ mit Halter für ein kleines Glaskölbchen mit langem Halſe. Das Kölbchen iſt durch einfach durchbohrten Pfropfen ge⸗ ſchloſſen und durch eine geeignet gebogene Glasröhre mit der Kugelröhre verbunden. Zum Entweichen der Gaſe bläſt man in den Hals des Kölbchens eine kleine Öffnung. Das Kölbchen enthält Kalkwaſſer. Zur Verbrennung wähle man ein Gemiſch gleicher Volumina Sauerſtoff und Luft.(S. Abbldg. 10.)

Der Apparat zur Reduktion des Kohlendioxyds mittelſt Kaliums zeigt faſt dieſelbe Einrichtung. Das Tellerſtativ fällt weg. Die eine Stütze iſt rechteckig ausgeſchnitten zur Auf⸗ nahme eines Schieberings für eine Trockenflaſche, welche vor der Stütze in einem Holzring ſteht. Die Kugelröhre wird durch die zweite Stütze und die Verbindung mit der Trockenflaſche ge⸗ halten. Auf der der Flaſche abgekehrten Seite trägt die erſte Stütze am oberen Ende zwei Arme mit ſchiefen Einſchnitten, in welche ſich die Schenkel eines gabelförmig gebogenen T-Stückes einlegen. Der eine Schenkel dieſes Anſatzes wird mit einem konſtanten Waſſerſtoffentwicklungs⸗ apparat, der andere mit einem ſolchen für Kohlendioxyd verbunden.

Die Ausführuug des Verſuchs iſt bekannt.

Zur Ausführung beider Verſuche nebeneinander dient der folgende Apparat.(Abbldg. 18.)

In einem Fußbrette von 18: 56 cm ſind in einem Abſtande von 24 em von einander zwei 30 cm hohe Stützen eingelaſſen. Nach der einen Seite hin ſind am oberen Ende derſelben zwei wagrechte Seitenarme angebracht, die ca. 5 cm überſtehen. Sie nehmen in ihren mit Kork ausgelegten Bohrungen die Kugelröhre für die Reduktion auf.

Ungefähr 6 em tiefer ſind nach der anderen Seite hin zwei gleiche Arme befeſtigt. Sie nehmen ein Rohr mit 2 Kugeln auf, welch letztere mit Holzkohlenſtückchen zu füllen ſind. Die beiden Röhren ſind durch geeignet gebogene Glasröhren mit einer konzentrierte Schwefelſäure enthaltenden Waſchflaſche verbunden. Teller und Halter für dieſe Flaſche ſind in die eine Stütze eingelaſſen. Die freie Offnung der oberen Röhre ſchließt man durch ein aufwärts gebogenes Glasröhrchen mit umgelegtem Gummiring. Das freie Ende der unteren Röhre ſteht mit einer zweiten Trockenflaſche in Verbindung. Dieſe zweite Flaſche wird in der ſchon öfters angegebenen Weiſe am Fuße feſtgehalten und dient zum Trocknen des oben angegebenen Gasgemiſches.

Der mit abgebildete Apparat dient dem Nachweis der Poroſität der Holzkohle unter der Luftpumpe. Eln kleiner Holzfuß trägt oben einen Holzring, in welchem ein Becherglas ſteht. Als Halter für die Holzkohle dient ein kleiner Fuß aus Blei, den man in einem kleinen Porzellantiegel herſtellt. In dieſen Bleifuß iſt ein kurzer dicker Kupferdraht eingelötet, an deſſen oberem Ende wiederum vier dünne, längere Kupferdrähte zum Feſthalten der Holzkohle.