Aufsatz 
Apparate aus der Apparatensammlung für den chemischen Experimentalunterricht am Realgymnasium zu Giessen / von Erb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

gelegter Holzring mit 2 ſeitlichen Zapfen. Dieſe legen ſich in die rechteckigen 2 cm tiefen Aus⸗ ſchnitte zweier kleiner Brettchen ein, die ſeitlich am Teller befeſtigt ſind.

Die Gasleitungsröhre der Entwickelungsflaſche biegt man am oberen Ende etwas ſchief⸗ ſeitlich und verbindet ſie durch einen entſprechend langen Kautſchukſchlauch mit der Glasröhre im unteren Tubus des Turms. In den oberen Tubus des Turmes ſetzt man eine oben und unten doppelt ſchenklig gebogene Gasableitungsröhre ein. Die Länge der Röhre iſt ſo zu wählen, daß ſie bei herabgeſtelltem Schieber den Boden des Zyllinders erreicht.

Auf die Hinterſeite des Schiebers iſt ein Handgriff aufgeſchraubt, und die Führungs⸗ ſtütze iſt oben quer durchbohrt zur Aufnahme eines Halteſtiftes.

Bei der Ausführung des Verſuches bringt man den Schieber ſoweit herauf, daß die Gasleitungsröhre über dem Zylinder ſteht, dann ſtellt man den Schieber mit dem Halteſtift feſt. Man füllt nun unter dem Abzug den Zylinder mit Chlor und ſetzt den Waſſerſtoffapparat in Tätigkeit. Iſt alle Luft ausgetrieben, ſo entzündet man das Gas, bringt den mit Chlor gefüllten Zylinder an ſeinen Platz, zieht den Halteſtift aus und ſenkt die Waſſerſtoffflamme langſam in das Chlorgas herab.

Verbrennung von Chlor in Waſſerſtoff. Abbldg. 13.

Die Vorrichtung zur Ausführung dieſes Verſuchs iſt einfach. Auf einem Fußbrett, 14: 20 cm, iſt ein Tellerſtativ von 10 cm Höhe angebracht, dahinter eine Stütze mit abnehm⸗ barem Schiebeteller. Ein kreisförmiger Ausſchnitt in der Mitte des Tellers iſt durch eine Kork⸗ ſcheibe erſetzt. Auf dem Tellerſtativ ſteht ein geräumiges Becherglas, in demſelben eine kleine Gasentbindungsflaſche zur Chlorentwickelung. Die Flaſche iſt oben durch einen einfach durch⸗ bohrten Stopfen geſchloſſen. Durch die Bohrung fügt man ein in eine Spitze ausgezogenes Glasrohr ein und zwar ſo, daß man es zuerſt durch eine Bohrung im Korke des Schiebetellers gehen läßt. Die Glasteile der Vorrichtung werden auf dieſe Weiſe feſtgehalten. Der Schiebe⸗ teller dient außerdem zum Aufſetzen des Waſſeerſtoffzylinders.

Zur Ausführung des Verſuchs entfernt man Stopfen, Glasröhre und Schieber zugleich, gibt in die Flaſche Braunſtein und Salzſäure und ſchließt ſie wieder. Das Becherglas wird mit ſiedendem Waſſer gefüllt und der Apparat unter den Abzug geſtellt, bis das Chlor die Luft verdrängt hat. Dann ſchiebt man langſam über die Glasröhre einen Zylinder mit brennendem Waſſerſtoff bis der Zylinder auf dem Teller aufſitzt.

Nach dem Verſuche ſpült man den Braunſtein in der Flaſche gut ab, breitet ihn auf Fließpapier aus und läßt ihn trocknen. Nach dem Abtrocknen bringt man ihn wieder in die gereinigte und getrocknete Flaſche und ſtellt den Apparat in die Sammlung zurück.

Apparat für Schwefelwaſſerſtoffverſuche. Abbldg. 14.

Auf einem Tiſchchen von 12 cm Höhe, 14 cm Breite und 75 cm Länge ſtehen in Holzringen eine zweifach tubulierte Woulf'ſche Flaſche und 5 ganz gleichhohe Waſchflaſchen. Zum Feſthalten der Flaſche dienen Schieberinge, von denen drei aus einem Stück gearbeitet und an einem Gabelarm befeſtigt, in einer Stütze ſich bewegen. Entſprechend ſind die beiden anderen angeordnet.

Die Flaſchen füllt man der Reihe nach mit Waſſer, Natriumhydroxyd, Ferroſulfat, Cupriſulfat und Arſentrioxyd gelöſt in Waſſer.

Apparat zur Darſtellung von Schwefeldioxvd.

Der Apparat beſitzt dieſelbe Anordnung wie der zur Darſtellung des Chlors. Das Waſſerbad fällt naturgemäß fort. An das Ableitungsrohr iſt ein T-Stück und an dieſes ſind