12 Zur Wiederholung des Verſuchs verfährt man umgekehrt. Der Strom bleibt ununter⸗ brochen in Tätigkeit.
Abſorption von Ammoniak durch Waſſer.
Ein Dauerſtativ für dieſen bekannten Springbrunnenverſuch iſt leicht herzuſtellen. Den Fuß wählt man aus ſtarkem Holze in mäßiger Größe. An zwei Seiten, einander gegenüber und um die Glaskolbenſtärke von einander entfernt, läßt man zwei ſchlanke Stützen ein, die oben einen Holzring für den zweiten Kolben tragen. Der untere Kolben wird durch einen ſeit⸗ lichen Schiebering feſtgehalten. Höhe des Stativs 75 cm.
Ferlegung des Chlorwaſſers im Sonnenlicht. Abbldg. 12.
Zu dieſem Verſuche wendet man, wie bekannt, eine ca. 80 cm lange, oben zugeſchmolzene unten hakig umgebogene, 10— 12 mm weite Glasröhre an. Soll ſie dem Sonnenlicht ausgeſetzt werden, ſo hängt man ſie irgendwo auf oder klemmt ſie an einem Eiſenſtativ feſt. Beides hat ſeine Nachteile. Hängt man die Röhre in einem geeigneten Holzſtativ auf, ſo läßt ſie ſich überall hinſtellen und der Sammlung als Dauerapparat einfügen. Fuß 15: 10 cm.
In den Fuß ſind in einem Abſtande von 10 cm zwei einfache, gehobelte, 60 cm lange Spalierlättchen als Halter eingelaſſen. Ihr oberes Ende verbindet ein 4 em breites, in der Mitte auf 14 mm kreisförmig durchbrochenes Brettchen(Erlenholz). 10 cm vom Boden entfernt befindet ſich eine zweite Querverbindung mit einem halbkreisförmigen Ausſchnitt in der Mitte. Ungefähr 20 cm vom oberen Ende entfernt iſt über die Röhre ein ſtärkerer Korkring gezogen und dort mit Siegellack feſtgekittet. Die Röhre ruht mit dieſem Korkring auf der oberen Ver⸗ bindung und legt ſich in den Ausſchnitt der unteren ſeitlich feſt herein, ſobald man dafür ſorgt, daß ſie ſich nicht ganz lotrecht richten kann.
Soll die Röhre in dem Stativ aufgehängt werden, ſo dreht man letzteres mit dem Fuß nach oben und ſchiebt nun das Stativ über die feſtgehaltene Röhre herauf bis zum Korkanſatz. Dabei dreht ſich das Stativ von ſelbſt in ſeine richtige Lage.
Apparat für die Darſtellung des Chlors. Abbldg. 12.
Fuß 22: 33 cm..
In der Mitte der einen Schmalſeite des Fußes iſt das Tellerſtativ mit Halter für die Trockenflaſche eingelaſſen. Gegenüber iſt der Halter mit Klemmvorrichtung für den Gas⸗ entwicklungskolben eingeſchraubt. Als ſolcher dient eine Gasentwicklungsflaſche nach Rupp von 1 Liter Inhalt. Dieſes Entwickelungsgefäß hat den großen Vorzug, daß Kautſchukpfropfen überflüſſig ſind und Chlor durch das Säurezuflußrohr nicht entweichen kann.
Das Waſſerbad zur Erwärmung der Entwickelungsflaſche iſt aus ſtarkem Weißblech gefertigt.
Apparat zur Verbrennung von Waſſeerſtoff in Chlor. Abbldg. 13.
Fußbrett 15: 28 cm.
An der einen Seite des Fußes ſteht auf Tellerſtativ mit Halter, Höhe 15 cm, eine kleine Gasentbindungsflaſche zur Entwickelung von Waſſerſtoff. Gegenüber befindet ſich, durch einen Holzring gehalten, ein 30 cm hoher und 9 cm weiter Glaszylinder zur Aufnahme des Chlors. An der Längsſeite zwiſchen den beiden iſt eine 38 cm hohe Stütze eingezapft, als Führung für einen Schieber von 30 cm Länge, 3 cm Breite und 6 mm Stärke. Auf der Vorder⸗ ſeite des Schiebers iſt in der Mitte ein kleiner Teller eingezapft. Er trägt einen Bimſtein⸗ ſtückchen(getränkt mit Schwefelſäure) enthaltenden Trockentum von 15 cm Höhe. Zum Feſt⸗ halten des Turmes während der Bewegung des Schiebers dient ein dünner über den Turm


