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Apparate zur Vorführung der umgekehrten Verbrennung. Abbldg. 11. (Siehe Heumann, Anltg. zum Experimentieren.)
Einfacher Verſuch. Fuß quadratiſch 15: 15 cm.
In die eine Kante des Fußes wird eine Stütze, 40/5 cm, eingelaſſen. Zwei ringförmige 8 em lange Seitenarme nehmen den Zylinder auf. Der untere Arm hat eine enge Bohrung für das Glasrohr. Er trägt den Zylinder und iſt ca. 20 cm vom Fuße entfernt. Zum Schutze von Teller und Stütze bringt man unter dem Ring und vor der Stütze einen rechtwinklig gebogenen 10 cm breiten Schutzſtreifen aus Zinkblech an.
Der obere Ring iſt ca. 4 mm weiter, als der Durchmeſſer des Zylinders beträgt. In den inneren Rand ſchraubt man in gleichen Abſtänden drei kleine Meſſingſchrauben ein. Sie geben dem Zylinder die Führung und ſchützen den Ring gegen die heiße Glaswand.
Der Stütze gibt man auf der Vorderſeite einen ſchwarzen Anſtrich, damit die blaßblaue Flamme im Inneren des Zylinders beſſer ſichtbar wird.
Umkehrungsverſuch. Fußbrett: 15: 35 cm.
Aufgeſetzte Brücke: 15 cm Höhe: 10 cm Breite: 25 cm Länge. Die eine Brückenſtütze hat bis zur halben Höhe einen rechteckigen Ausſchnitt zur Aufnahme des Gaszuleitungsrohrs. Ebenſo iſt der Brückenboden bis zur Mitte durchbrochen. Der Ausſchnitt hat genau die Weite des Verbrennungsrohrs, das die beiden Zylinder mit einander verbindet. Das Verbrennungs⸗ rohr dient gleichzeitig als Halter. Die Länge des Schlitzes iſt ſo zu wählen, daß die beiden Zylinder in die Mitte der Brücke zu ſtehen kommen. Das Ende des Schlitzes ſchneidet man kreisförmig aus. Der kreisförmige Ausſchnitt muß etwas enger ſein als der durchbrochene Kork des zweiten Zylinders. Um der Luft noch beſſeren Zutritt zu geſtatten, verſehe man auch den Rand des Korkes noch mit keilförmigen Einſchnitten, oder lege unter den Kork einen ſchmalen Eiſenring. An der einen Längsſeite der Brücke befindet ſich ein auf der Vorderſeite geſchwärzter Holzſchirm, um die blaßblaue Flamme im Inneren deutlicher hervortreten zu laſſen.
Apparat zur Darſtellung von Knallgas. Abbldg. 11.
Holzfuß: 15/35 cm, fourniert und poliert.
Brücke: 12: 15 cm, nach dem einen Ende des Fußes verſchoben.
Auf der Brücke ſteht in einem Holzring ein Knallgasentwickler nach Hempel. Zu beiden Seiten ſind in die Platte der Brücke doppelt gebohrte Klemmen eingeſchraubt. Die Leitungs⸗ drähte zum Entwickler ſind eng ſpiralig gewunden. Ihre Federkraft und der Holzring halten ihn auf der Brücke feſt.
Der Brücke gegenüber iſt an die Schmalſeite des Fußes in der Mitte ein 20 cm langer, runder Meſſingſtab feſtgeſchraubt. An dieſem Stabe bewegt ſich eine durch Schraube feſtſtellbare Hülſe mit angelötetem rechteckigen Metallſtück. Dieſes Metallſtück iſt an den Boden eines Käſtchens feſtgeſchraubt, das 11 cm Kantenlänge und 3 em Höhe hat. Die beiden Böden beſtehen aus 8 mm ſtarkem Tannenholz, die Seitenwände aus Erlenholz. Der obere Boden iſt kreisförmig durchbrochen und nimmt eine kleine Glasſchale von 9 cm oberer Weite auf. Die Leitungsröhre des Entwicklers endet in der Mitte der Glasſchale.
Ausführung des Verſuchs.
Man fülle den Entwickler mit ſtark verdünnter Schwefelſäure und ſchließe den Strom. Dann füllt man die Schale faſt völlig mit Seifenwaſſer, löſt die Hülſenſchraube und führt die Schale ſoweit herauf, daß das Leitungsrohr den Boden der Schale berührt. Das Seifenwaſſer muß die Öffnung der Röhre völlig abſchließen.
Sollen die Gasblaſen entzündet werden, ſo löſt man die Schraube, führt Käſtchen; und Schale abwärts, dreht ſie dann ſeitwärts und nimmt die Schale heraus.


