Aufsatz 
Apparate aus der Apparatensammlung für den chemischen Experimentalunterricht am Realgymnasium zu Giessen / von Erb
Entstehung
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10 Verſuch: Das Becherglas wird bei eingeſetzter Flaſche mit Eisſtückchen und dann mit Waſſer bis zum Rande gefüllt. Die Röhre verbindet man mit einer Saugpumpe und ſaugt einen langſamen Luftſtrom durch. Dann ſchiebt man den Trichter über die Waſſerſtoffflamme. Nach kurzer Zeit hat ſich in der Flaſche eine größere Menge Waſſer angeſammelt. Es empfiehlt ſich die Flaſche gleich bei Beginn der Waſſerſtoffverſuche ſchon zu kühlen.

Apparat für die Diffuſion des Waſſerſtoffs. Fuß 30/40 cm. Abbldg. 9.

In der Mitte des Fußbrettes iſt eine 40 cm hohe, unten und oben 9 em, in der Mitte auf 5 cm verjüngte Holzſäule eingelaſſen. Auf der einen Seite des Trägers befindet ſich Gas⸗ entwickelungsapparat und Trockenflaſche. Auf der anderen Seite Heronsball und Tonzelle. Die Gasentwickelung geſchieht in einer einfachen kleinen Gasentbindungsflaſche. Die Waſchflaſche iſt etwas höher auf einen in die Säule eingezapften Holzteller montiert. Die Flaſche iſt ſo dicht an die Säule herangebracht, daß das Gasableitungsrohr, durch dieſelbe hindurchgeführt, auf der anderen Seite etwas hervorſteht. Oben iſt in die Stütze ein Holzring eingezapft, deſſen Öffnung dem Durchmeſſer des die kleine Tonzelle ſchließenden Kautſchukpfropfens entſpricht. Dimenſionen der Tonzelle 17/4 cm. Am Außenrande des Ringes iſt ein Schlitz eingeſchnitten, der eine von der Waſchflaſche kommende, knieförmig nach oben gebogene Glasröhre aufnimmt. Tonzelle und Glasrohrende ſind von einem auf dem Ringe ſtehenden Becherglaſe überdeckt. Dimenſionen des Becherglaſes 20/6,5 cm. Die Tonzelle hindert das Becherglas am Herab⸗ gleiten. Das Tonzelle und Heronsball verbindende weite Glasrohr geht in der Mitte der Stütze zum ſicheren Halt für die erſtere durch die Bohrung eines kleinen Seitenarmes hindurch. Die Bohrung ſtellt man in der Weiſe her, daß man den Arm auf 2 em kreisförmig ausſchneidet, in die Offnung eine Korkſcheibe leimt und dieſe nun entſprechend weit durchbohrt.

Als Heronsball dient eine doppelt tubulierte kleine Woulf'ſche Flaſche. Das zum Boden reichende Springrohr wird in den zweiten Tubus eingeſetzt. Zum Auffangen des Waſſers durchbohrt man den Boden einer Kryſtalliſationsſchale, ſetzt von unten her mittels Kanadabalſam eine 10 mm dicke Korkſcheibe auf und durchbohrt auch dieſe in der Weite des Springrohrs. Dimenſionen der Schale 9,5/2,5 cm. Die Schale muß auf dem Pfropfen des Springrohrs auf⸗ ſitzen. Die Spitze ſteht etwa 4 cm über den Schalenboden hervor.

Die Ausführung des Verſuchs iſt bekannt. Bei übergeſtülptem Becherglaſe tritt der Heronsball ſehr bald in Tätigkeit. Beim Abnehmen des Glaſes erfolgt das Umgekehrte, ein Einſaugen von Luft durch das Springrohr.

Geſtell für die Siemens'ſche Röhre zur Ozoniſierung des Sauerſtoffs. Abbldg. 10.

Dimenſionen des Fußes 12/48 cm. Brückenhöhe 20 cm, Breite, der Breite des Röhren⸗ fußes angepaßt.

Die Seitenränder der Brücke ſind durch 5 mm überſtehende Streifen aus Erlenholz verkleidet. Die Brückenlänge iſt der Fußlänge der Röhre anzupaſſen. Der Fuß des Geſtells muß um ſo viel länger gewählt werden, daß auf ihm noch ein Reagierkelch Platz findet. Von den Klemmen der Röhre führen zunächſt kurze Leitungsdrähte an in die Brückenträger einge⸗ ſchraubte Klemmen. Von da ebenſolche an den Induktor. Auch dieſe Drähte läßt man am beſten mit dem Geſtell dauernd verbunden.

Soll das Kelchglas mit Jodkaliumſtärkekleiſter gefüllt werden, ſo ſchiebt man Ein⸗ leitungsrohr und Kelch ſoweit ſeitlich heraus, daß letzterer nach unten fortgenommen werden kann. Umgekehrt verfährt man nach der Reinigung.