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Zur Konſervierung verſieht man die Holzteile mit einem Anſtrich. Das Beſte iſt heißer Leinölfirniß, den man mit einem Leinwandbällchen 2 mal auf das Holz aufreibt. Dieſe Methode bewährt ſich ſehr gut. Außerdem gibt der Firniß dem Holze eine hübſche Färbung.
Soll die Apparatenſammlung dauernd ihrem Zwecke entſprechen, ſo muß ſie ſtets voll⸗ ſtändig und in peinlichſter Ordnung erhalten werden. Man ordne ſie nach dem Gange des Lehrplans, ſtelle den Apparat ſtets wieder an den ihm einmal angewieſenen Platz zurück und zwar in reinſtem Zuſtande. Alle Teile, die bei der Ausführung des Verſuchs erforderlich ſind, müſſen ſtets bei dem Apparat zu finden ſein. Nie nehme man einen Teil weg, um damit raſch einen anderen Verſuch auszuführen. Stets erſetze man zerſprungene Gläſer ſofort wieder, ehe der Apparat in den Schrank zurückgebracht wird, denn nur ſo kann die Sammlung dem Experimentierenden eine wirkſame Hilfe ſein und bleiben.
An den Stativen der Apparate ſind zur Orientierung kleine Schildchen angehängt. (30:55 mm); dieſelben bezeichnen den Zweck des Apparates und tragen die Inventarnummer. Die Schildchen ſtellt man aus Erlenholzſtreifen her, deren eine Seite mit Schreibkarton über⸗ klebt wird.
Die Sammlung umfaßt bis jetzt 59 ſelbſtgefertigte Apparate, die in 3 Schränken untergebracht ſind..
Beſchreibung einzelner Apparate.
Reagenszylindergeſtell. Abbldg. 2 u. 3.
Das Geſtell dient dazu, das Entſtehen und die Farbe der Niederſchläge auf weitere Entfernung ſichtbar zu machen, außerdem zum Filtrieren der Niederſchläge.
Es beſteht aus einem Tiſchchen von 10 cm Höhe, 25 cm Breite und 50 cm Länge. In der Mitte iſt auf die Platte ein zweites Brett von 13 cm Breite und 50 cm Länge auf⸗ geleimt. In dieſes ſind 3 cm von der Längskante entfernt und dieſer parallel ſechs 12 cm hohe Tellerſtative eingezapft. Ferner ſind in dieſer Auflage 4 cm von der zweiten Längskante und 1,5 cm von den Schmalſeiten entfernt 2 rechteckige Ausſchnitte angebracht, die entſprechend auch in der Tiſchplatte vorhanden ſind. Die Ausſchnitte dienen zur Aufnahme der Stützen eines Holzrahmens von 47 cm Länge und 22 cm Höhe. Die Stützenhöhe beträgt 30 cm, ihre Breite 4 cm. Auf beiden Seiten des Holzrahmens iſt je ein Schirm aus Karton befeſtigt. Der Schirm iſt in zwei Hälften geteilt, die eine Hälfte iſt weiß, die andere mattſchwarz.
Auf der einen Seite liegt der Schirm dicht an den Tellern der Stative an. Vor den Tellerſtativen ſind ſechs 4 cm ſtarke und 5 cm hohe Korke auf dem freigebliebenen Raum der Tiſchplatte befeſtigt. Über dieſelben ſind 6 Reagenskelche geſtülpt, die bei Ausführung der Reaktionen ihren Platz auf den Stativen finden.
An den Stützen ſind, nach der anderen Seite gerichtet, je 2 vorne hakenförmig umge⸗ bogene Seitenarme angebracht. Das untere Armpaar ſteht in Höhe der unteren Rahmenleiſte, das ober 4 cm vom Stitzenende entfernt. Zwiſchen Stütze und Armkopf bleibt ein freier Raum von 2 cm. In dieſe Lücken legen ſich oben 2 ſeitliche, rechteckige Zapfen eines 4 cm breiten und 49 cm langen Erlenholzſtreifens. In dieſem Streifen befinden ſich die Bohrungen für 11 größere Reagenszylinder. Die Auflagezapfen ſind ſo auszuſchneiden, daß der Streifen dicht am Schirm liegt. Dasſelbe gilt von dem unteren Aufſatzteil der Zylinder.
Dieſer untere Aufſatzteil ſtellt ein 2 cm hohes und 4 em breites Käſtchen dar, deſſen oberer Boden kreisförmige Ausſchnitte hat, die mit den Bohrungen des oberen Streifens korreſpondieren. Durch dieſe Einrichtung ſtehen die Reagenszylinder bei jeder Neigung des Geſtells ſicher..


