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Sofort nach Ablegung der Eide beginnt der Kampf (V. 4971 ff.). Bernier und Gantier haben die gewöhnliche Rüstung der Ritter angelegt. Der Kampf findet bald nach- dem die Forderung erfolgt war, statt.
Der Kampfplatz befindet sich jenseits der Seine.“) Ob er eingefriedet ist, erfahren wir nicht.
Kampfwärten werden nicht erwähnt, wenn man nicht Joifroi und Manecier, die zum Könige eilen und ihn von den drohenden Rüstungen der den Kämpfern befreundeten Barone unterrichten, als solche betrachten will.
Die Zuschauer nehmen regen Anteil am Fortgange des Kampfs(V. 5028 ff.). Als endlich Gantier zu unterliegen scheint, kommt es fast zu einer ernsthaften Einmischung der Angehörigen der Kämpfer(V. 5098 ff.). Khnliche Bei- spiele s. Pfeffer p. 56. Dem König wird dies gemeldet, worauf er die Helden trennen lässt. ²)
Eine Vergleichung mit dem von Pfeffer aufgestellten Schema ergiebt, dass nur einzelne Phasen des Kampfes in unserem Epos geschildert werden. Die übrigen werden im Interesse der poetischen Wirkung des Ganzen weggelassen (s. Pfeffer p. 46). Der Dichter will sich nicht lange bei der Schilderung von Dingen aufhalten, die den Zuhörern hinlänglich bekannt sind.
b) Der aussergerichtliche Zweikampf.
Im Zusammenhange sei hier auch der aussergerichtliche Zweikampf beschrieben, von dem uns der Dichter berichtet.
Wollte man das letztere thun, so müsste man drei Eide annehmen, was dem altfranzös. Processverfahren durchaus widersprechen würde. Die Lesart„de G.“ ist also vorzuziehen.
¹) En deus batiaus les fist Saine passer. Gautiers est outre, li gentils et li ber, Il et Berniers qi tant fait a loer. 4945.— ²) Atant es vos Joifroi et Manecier; Cele parole en vont au roi nuncier; Et dist
li rois:„Par le cors s. Richier, desevrés les, nes lassiés plus touchier.“ 5115.


