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Bewohnern von Arras, nur aus Furcht vor ihm folgen sie seinem Gebote, als er sie zur Verteidigung der Stadt aufruft).
4. UÜber die Bauern(paisant) erfahren wir nur, dass sie den Söhnen des Grafen Herbert Kriegsfolge leistenꝰ).
D. Das Lehnsrecht.
In den Teilen, die das Lehnsrecht betreften, hat unser Epos wohl am besten seine altertümliche Gestalt bewahrt, da angenommen werden muss,„dass die Überarbeiter in diesem Punkte kaum die Gewohnheiten ihrer Zeit einführen konnten, ohne der Einheit des Gedichts zu schaden.“
1. Das Mittelalter kennt zwei Arten des Grundbesitzes: das Beneficium, das ursprünglich nur auf Lebenszeit über- tragen wurde, und das Allod, den Eigenbesitz. Aalais muss solche Eigengüter besessen haben. Nachdem das Lehen ihres verstorbenen Gemahls vom König eingezogen worden war, erscheint sie noch im Besitz von Gütern, die der Dichter drois nenntꝰ*). Der Besitzer verfügt von jeher völlig frei über das Allod und vererbt es seinen Nachkommen. 0Oal lairai je ma terre et mon pais?(V. 3599) ruft Aalais an der Bahre ihres Sohnes aus. Sie bestimmt den nächsten männ- lichen Verwandten, ihren Enkel, zum Erben, also mit Um- gehung ihrer Tochter¹). Da dieser noch zu jung ist, wird er in Cambrai am Hofe der Aalais erzogen?). Erst nachdem
del pais quant ensanble les virent. 7580. Ebenso wird die zweite Rück- kehr Berniers festlich gefeiert.(V. 8229 f.)— ¹) Parmi Arras a fait j. ban huchier Que trestnit cil qu'arme puissent baillier Que il s'adobent por lor singnor aidier; Et il si ffrent, ne l'oserent laissier. 8585.— ²) D'onze M. homes qe il orent avant, Et des secors qe fisent paisant, N'ont qe iij..C., par le mien esciant. 3500.— ³) Li sors G. s'en ala en Artois, Dame A. en Cambrisis ses drois. 5520 ebenso 5554.— ⁴)„Or n'i oir, par foi le vos plevis, Fors Gautelet: ces pere ot nom Henris; Fix est ma fille et molt par est gentis.“ 3600. oder:„Biax sire niés, vos arez ma contrée: En poi de terme est la terre aclinée.“ 3650.— ⁵) Dame A. retint o soi Gautier. 3724.


