man bacheliers Ritter, die im Dienste eines anderen standen (. Gautier p. 189 ff.) Auch marchis wird so gebraucht ¹).
Die Gesamtheit der Barone oder eine ihrer Versamm- lungen bezeichnet der Dichter mit barné ²).
2. Um den Baron sammeln sich nach altgermanischer Sitte die Familienglieder, die Vasallen mit ihren Angehörigen, die nourris und die Diener. Sie alle zusammen bilden die maisnie(Flach II p. 455 ff.). Der Sitz des Oberhaupts der maisnie ist in Raoul de Cambrai noch durchweg eine Stadt. Der König, der wie jeder Baron im Mittelpunkt einer maisnie steht, residiert, wie schon bemerkt, meist in Paris, Raoul in Cambrai, Guerri in Arras, Ybers in Ribemont.
Mit der Familie des Herrn teilt die maisnie Freud und Leid ³). Für den letzteren sind alle besorgt. Als Raoul nach dem Kampfe um Origni in's Lager zurückkehrt, eilen seine Ritter herbei, um ihm beim Ablegen der Rüstung behilflich zu sein 4). Nach dem Tode des Grafen Taillefer tritt die Wittwe des Verstorbenen an die Spitze der maisnie, da ihr Sohn noch zu jung ist. Der Herr verlangt die Durchführung seiner Befehle und fährt seine Mannen hart an, wenn sie ihnen nicht nachgekommen sind ⁵). Im allge- meinen aber ist das Verhältnis zwischen dem seigneur und seinen Rittern sehr vertraulich. Die Söhne des Grafen Herbert ziehen ihre Ritter vor der Schlacht zu Rate. Raoul
¹) Forment l'amerent si home et si marchis. 373.— ²) II l'en mena a Paris la cité, Et si l'acointe del plus riche barné; 386. G. l'entent, s'en a.j. ris jeté. Aprèés a dit, oiant tot le barné. 5835.— ³) Quant il fu nez, joie en firent molt grant Cil de la terre, chevalliers et serjant. 41. Grans fu li duels por l'amor de B.; Pleurent i dames, serjant et chevallier. 8522.— ⁴) Devant la place de son demaine tré Descent R. del destrier abrievé; La le desarment li prince et li chasé De son bliaut ot l'elmin engoulé; En nule tere n'ot plus bel desarmé. 1551.— ⁵) R. i vint endroit prime sonnant; A sa maisnie tencça par maltalant:„Fil a putain, fel glouton souduiant, Molt estes ore cuvert et mal pensant Qi trespassez onques le mien commant!“ 1261.


