16
77— 94. unverzeihlich find' ich den Leichtſinn, doch liegt er im Menſchen. und es ſagte darauf der edle verſtändige Pfarrherr, Er, die Zierde der Stadt ein Jüngling näher dem Manne. Dieſer kannte das Leben, und kannte der Hörer Bedürfniß, War vom hohen Werthe der heiligen Schriften durchdrungen, Die uns der Menſchen Geſchick enthüllen, und ihre Geſinnung; Und ſo kannt er auch wohl die beſten weltlichen Schriften. Dieſer ſprach: ich tadle nicht gern, was immer dem Menſchen Für unſchädliche Triebe die gute Mutter Natur gab; Denn was Verſtand und Vernunft nicht immer vermögen, vermag oft Solch ein glücklicher Hang, der unwiderſtehlich uns leitet. 2 Lockte die Neugier nicht den Menſchen mit heftigen Reizen, Sagt! erführ er wohl je, wie ſchön ſich die weltlichen Dinge Gegen einander verhalten? Denn erſt verlangt er das Neue, Suchet das Rützliche dann mit unermüdetem Fleiße; Endlich begehrt er das Gute, das ihn erhebet und werth macht.
—
85— 105.
Quae, qualis levitas! hominum tamen insita menti.
Reddit ad haec parochus praestans; et mente sagaci,
Qui decus urbis erat, juvenis, propriorque virili
Actati, vitae gnarus; quo coctus egeret
Discentum solers scrutator; certus et idem,
Quae sit sacrorum praestantia magna librorum,
Qui sortes hominum nobis mentesque revelant; Clara nec ignorans auctorum scripta profana.
ic ait: haud equidem facile reprehendo, benigna
Quod natura parens studii mortalibus indit


