Doch geht es in allen menſchlichen Angelegenheiten ſo, daß auch das Beſte ſich irgend worin zu ſehr überhebt, oder zu wenig behauptet, und man muß, wenn irgend worin, am meiſten auf dem Felde, auf welchem ſo leicht jeder ſeine Meinung hat, gerecht und billig wünſchen und urtheilen, nicht blos nach dem Maßſtabe deſſen, was. unter oft nicht vorhand⸗ nen Umſtänden ſeyn ſollte, oder könnte, ſondern auch was unter Umſtänden wirtlich, und in dem Wirklichen das beziehungsweiſe Trefflichſte iſt. Stüt⸗ zet und bewihrt ſich gleich dieſes von ſelbſt durch Erfolg und Dauer und erhalten und verkünden ſich die Bruchſtücke der Geſetzgebung auf Sinai, länger und weiter, als des Berges Gipfel, ſo konnte doch der Geſetzgeber ſelbſt den Geiſt und Inhalt ſeiner Tafeln nur durch das Schwerdt ſchüt⸗ zen; ein Beleg daflir, daß zu willfähriger Gerechtigkeit im Urtheile lber Treffliches die jedesmaligen Zeitgenoſſen nie durchgängig aufgekegt, oder hinreichend vorgebildet ſind. Darum ſteure jeder, der in der beweglichen Lebensfluth die friſche Ingend zu einem feſt und tief erkannten Ziele füh⸗ ren will, ruhig an allem vorüber, was ihm aus mancherley Eiete? Inſeln, wohl oder übel wollend zurufet: Hierhin, nicht dort, oder ſonſt hin!“— Man ſpricht von dem Muthe, der Beharrlichkeit, der Aufopferung man⸗ eher Stände, würdigt aber alles dieſes ſeltner thätig am Schulmanne; wahrſcheinlich, weil man mit dem tiefen, aber einſeitig angewandten Ge, fühte, daß ſtille Aufopferung grade im elterlichen Weſen liege, ſich hin⸗ länglich gerechtfertigt wähnt. Doch hat der Erfolg des aufopfernden Be⸗ ſtrebens noch immer jedem ſpätere Anerkennung, zuweilen nur zu ſpäte für freyeres, freudigeres und gedeihlicheres Wirken zugeſichert.
Schon
druͤcklich poſitiv gefoͤrdert, als negativ, durch Wegraͤumung und Niederdruͤ⸗ ckung aller fremdartigen, auch der an ſich edelſten Einſlüſſe, unterſtühht wurde. Nur jenſeitige Zwecke ſollten jenſeits und dieſſeits des Rheines zu ſtaats⸗ buͤrgerlicher und weltburgerlicher Allgemeinheit vordringen,
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