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die Wahrheit des alten Wortes:(Cic. Div. II. 2.)„quod munus rei- publ. offerre majus, meliusve possumus, quam si docemus atque erudimus juventutem; his praesertim moribus atqque temporibus?—
Wenn daher, wie ſchon ein geachteter Erzieher,(Schwarz, Pädagk.) äuſſert,„es eine der ſchwerſten Aufgaben der Regierung iſt, den Lehrer nach ſeinem Plane und ſeiner Ueberzeugung wirken zu laſſen, und ihn doch für den Plan und Willen des Staates anzuſtellen;“ ſo iſt dieſe Schwierigkeit doppelt groß in verhängnißvollen Jahren, wo das Haupt ſorglicher, als je, ein Janus ſeyn muß, voller Rückſicht und Vorſicht. Darum,— faſſen wir alles bisher nur Angedeutere und geſchie⸗ den Verglichene unter Einen practiſchen Geſichtspunct,— ergiebt es ſich: es iſt in der Anwendung zwar ſchwer zu entſcheiden, welche Ausflüſſe des Staats⸗ und Kirchen⸗Geiſtes(des Oberhauptes, der Diener, der Stände, der Familien, der Lehrer, u. a.) einen beſtimmten Schulgeiſt nährten und nähren; aber es iſt, je ſchwieriger, deſto verdienſtlicher ein ernſtes anhal⸗ tendes Bemühen zur Löſung der im Fortſchreiten ſtets vorhandenen Auf⸗ gabe; und es iſt um ſo verdienſtlicher dieß Bemühen bey Männern, die vor andern an der Spitze des Gemeinwohls ſtehen, je mehr ſie Beruf und Macht haben durch poſitives Einwirken auf Schulverfaſſung und Schul⸗ verhältniß den Geiſt des heranreifenden künftigen Staates zu erzielen und einen ſolchen in Schulen zu erwecken, der eben ſowohl ſcharfes Nachbild des guten Großten im Kleinen, als unentwickeltes gutes Vorbild des künf⸗ tigen Ganzen ſeyn mag.
Zwar kennt der Verfaſſer die Anſicht vieler, die gerne den Einfluß des Staates ſo weit, als möglich, vom Gebiete der Wiſſenſchaften entſernt hal⸗ ten wollen, und namentlich was Fr. Schleiermacher(über Univ. S. 4.) ſagt:„nur da werden alle Unterrichtsanſtalten eigentlich vom Staate
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