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Aus früheren Unterſuchungen, hatte ich die Ueberzeugung gewonnen; daß die Schichtenverbindung verſchiedenartiger feſter Körper, auch bei Aus⸗ ſchlieſſung der Flüſſigkeit, gleichwohl die einwohnenden Kräften berſelsen. zur entſchiedenen Thätigkeit reitzte,
Soſfort wählte ich zu den folgenden Verſuchen, Schwefelplatten von verſchiedener Größe(von 2— 0,2“ Durchmeſſer und 1⁰1— 0,1“ Dicke) — Aus Schwefel von der Solfatara, oder von Goßlar ſtammend, wurden ſie zwiſchen ebenen Glasflächen abgegoſſen(wodurch ihre Oberſtäche die ſpiegelnde Glätte des Glaſes gewann). Die entſprechenden Metallplatten wurden vor den Verſuchen, gleichfalls eben und leuchtend gemacht, und in der Verbindung beider Körper, folgten ſich Metall und Schwefel, in un⸗ unterbrochenem Wechſe J.
2) Eine alſo aufgeſchichtete, aus Kupfer⸗ und Schwefelplatten beſte⸗ hende, 6 paarige Säule, wurde auf Glas abgeſchloſſen, bei einer Wärme von 150 R:, 6 Stunden unberührt ſtehengelaſſen. Nach Verlauf dieſer Zeit waren alle Kupferplatten bunt überlaufen. Es zog dieſe Färbung bei einer von 152— 09 Rt, wechſelnden Luftwärme, mit jedem Tag ins Dunklere, ſo daß in einem Zeitraum von 4 Wochen, die Kupferplatten in tiefem In⸗
digblau ſtanden. Dies ſchattete ſich jedoch immer tiefer und endlich zu der Sättigung hin, wo Blau und Schwarz, Anentſchieden in einander verſchweben.„
Bevor das Erdunkeln der Kupferflächen zu jener Grenze dringt, fand ein mehrfacher Durchgang durch den Farbenkreis ſtatt.
Anhebend vom leiſeſten Roth, erhebt ſich die Färbung zum entſchie⸗ denen Purpur, verſinkt wieder in Blau, und heitert ſich abermals durch Grün und Gelbroth, zu höherem Purpur auf. So


