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Schrift: Die Erziehungswiſſenſchaft nach den Grundſaͤzen der Griechen und Röͤmer 180 betrachtet die Quinctilianiſche Bildung zum Redner, wie ordi⸗ naͤr geſchieht, zu ſehr als etwas ſpecielles, da ſie der unſers Gelehrten und Univerſitaͤtslehrers, wie ſie wenigſtens allgemein zu wünſchen waͤre, ſehr nah kommt, wiewohl er S. 6a Aehnlichkeit der Roͤmiſchen mit unſrer Erzle⸗ hung in Anſehung des gelehrten Zuſchnitts zugegeben hatte. Auch iſt in ſei⸗
nem Buch das Vorherrſchen des Poetiſchen im Unterricht nach Quinctiltans Methode nicht bemerkt. In Anſehung der Platoniſchen Grundſaͤze der Er⸗ ziehung koͤnnen wir die Leſer auf daſſelbe verweiſen. Platons Ideen uͤber die harmoniſche, rein menſchliche Bildung und die aͤſthetiſche, als Vorberei⸗ tung zur moraliſchen, dle Idealitaͤt ſeiner ganzen Erziehungswiſſenſchaft ſünd keinem fremd, der uͤber Menſchenbildung geſorſcht hat.
— Plutarch*) will mit dem,„ was zur Lyra geſungen, auf der Buͤhne geſprochen, in der Schulſtube ſtudiert wird“(nehmlich poetlſches) nicht gerade den ganzen Menſchen harmoniſch erwecken, Erfindung, Aus⸗ druck und Geiſteshoͤhe bilden. Er geht von dem Grundſaz aus, Mora⸗ litaͤt und Verſtand, was er Philoſophie nennt, auf dem leichteſten Wege durch die Poeſte den ſehr jungen Leuten beizubringen, ſie auf die Philo⸗ ſophie vorzuberelten, da das Geſchwaͤz der Ammen und Muͤtter n) und
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ultra, quam oportot, fafam. Multum inde decoquent anni, multum ratio limabit, aliquid vel ufu ipfo deteretur, it modo nude excidi poffit et quod exfeulpi.—— Qua propter inprimis evitandus, et in pueris Praecipue, magiſter aridus, non ml. uns quam teneris adhuec plantis fiecum et fine humore ullo folum. Inda funt kumi- les ftarim et velut terram ſpectantes, qui nihil fupra quotidianum fermonem altol- dere audeant. Macies illis pro fanitate et judicii Joco inftrmitas eſt„ et dum fatis Putant vitio carere, in id ipfum incidunt vitium, quod virtutibus carent.(I, 8.) Quid ergo? nunquam haec fupra fidem et poetica(ut vere dixerim) themata ju- venibus pertractare permittemus, ut exfpatientur et gaudeant materia et qua ia dorpus eaut? erat aptimun; fed certe ſint grandia et tumida, mom Rtulta etiam et acrioribns oculis intuenti ridienla. Verſchiedentlich zeigt er, wie die Bildung durch die Dichter und die Nachahmung derſelben den Gerichtsredner fördere. 2 Wie ein Knabe die Dichter hören müſfe. Die angeführten Worte daſ. F. 14. **) Platon u. andre geben dem mythiſchen Unterricht der Awmen u. Muͤtter großen Werth.
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