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auch der Belehrung durch Formen(Sinnen⸗ erſcheinung, Ritus, Ceremonien u. ſ. w.) von der Vernunft nur bis zu dem Puncte er⸗ griffen werden kann, daß ſie ſich genoͤthigt ſieht, ſich ſelbſt aufzufordern,„dieſes Hoͤchſte zu enthuͤllen;(ſich zuzurufen:„grade dieſes iſt deine letzte, deine Einzige Aufgabe, die du dir mit Nothwendigkeit aufgeben mußt, daß du ſie aufloͤſeſt!“) da alſo die Vernunft eigentlich Nichts weiß, als das Einzige, daß ſie wiſſen ſoll; ſo mußte die Kirche Mys⸗ terien enthalten, die auf zwiefachem Wege angedeutet werden mußten: durch Lehre und durch Sinnerſcheinung.
Dieſer nothwendig zwiefache Character einer Anſtalt, deren Tendenz iſt: den Men⸗ ſchen zur Religioſitaͤt zu erwecken und den Erweckten darin zu erhalten, bewaͤhrte ſich auch an der chriſtlichen Kirche. Das einſt Menſch gewordene Goͤttliche trug ſich gleich⸗ ſam nahe demjenigen, dem die uͤberlieferte Nachricht davon wahr erſchien, und dies be⸗ wirkte, daß ihn ſpaͤter auch aus willkuͤhrli⸗ chen, Sinne⸗ beruͤhrenden Symbolen das Goͤttliche geheimnißvoll anwehen konnte. Mit andern Worten: die Kirche wurde eine Lehr⸗
anſtalt— das Unergründliche, das Myſte⸗ rion


