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ſtaͤndlich zu reden: ich will heute nur im all⸗ gemeinen beruͤhren, was wir in Abſicht Ib⸗ rer vorzuͤglich wuͤnſchen, und, ſo gewiß unſre Liebe zu ihnen iſt, unnachlaslich fodern werden.
Wir wuͤnſchen und fodern zuvoͤrderſt Fleiß, nie nachlaſſenden, und von dem Grade des Denkens, deſſen jeder faͤhig iſt, begleiteten Fleiß; denn dieſer Fleiß iſt das einzige Mittel, ſich wiſſenſchaftliche Bildung und Kenntniſſe zu erwerben: er iſt der Ge⸗ nius der Tugend, ſo wie der Muͤßiggang der boͤſe Engel des Laſters: er ſtimmt zu dem Ernſt, der ſich mit der Freudigkeit des wackern Gemuͤths ſo gern verbindet, zu dem Ernſt, der uns zu dem Gedanken an das Ernſteſte, zu dem Gedanken an das Unendliche erhebt und zu der Religioſitaͤt, die Gott ge⸗ faͤllt. Wir wollen es uns jezt nicht den⸗ ken, daß einer unter Ihnen dieſen unſern Wunſch nicht erfuͤllen werde; aber ich will es Ihnen ſagen, und ſagen Sie es jedem, der unter uns aufgenommen zu werden wuͤnſcht, daß der Nachlaͤßige bey uns nichts fuͤr ſeinen traͤgen Sinn gewinnen werde. Wer eine pflichtmaͤßige Arbeit vernachlaͤßigt, wird das verſaͤumte nacharbeiten„ und neben den
gewoͤhn⸗


