Hrauchbar gehalten, zu Ihrem Wohle mitzu⸗ wirken, und Hoͤchſtſeine Gnade mir das Amt uͤbertragen hat, das ich jezt feyerlich uͤber⸗ nehme. Ich freue mich uͤber dieſes Ereignis, denn ſeit ich gelernt habe, andre zu lehren, ſſſt es mein liebſtes Leben geweſen, fuͤr die Bildung jugendlicher Menſchen thaͤtig zu ſeyn; ich freue mich, denn ich weiß von Ih⸗ ren jetzigen wuͤrdigen Lehrern und von dem biedern Mann, den nun ein andrer Wir⸗ kungskreis beſchaͤftigt, und dem es Gott vergelten wolle, was er Ihnen und der Schule ſeit 21 Jahren Gutes gethan— ich weiß, daß der groͤßere Theil von Ihnen Sinn fuͤr das Gute und Luſt zu den Anſtren⸗ gungen hat, ohne welche wiſſenſchaftliche Bildung und Veredlung der Sitten nicht gedeihen kann. Ich komme zu Ihnen mit Liebe und dem Bewußtſeyn des herzlichen Willens, nach dem Maaß meiner Kraͤfte fuͤr Ihr Be⸗ ſtes zu arbeiten: nehmen Sie mich mit Liebe auf und glauben Sie, daß ich durch ſtrenge Unterordnung unter meine Pflicht und Schul⸗ digkeit, und durch die forgſamſte Aufmerk⸗ ſamkeit auf Sie, Ihr Zutrauen zu verdienen ſuchen werde. Die Stimmung meines Ge⸗ muͤths bey dem erſten Eintritt in mein neues Verhältniß macht es mir unmoͤglich, jezt um⸗ ſtaͤnd⸗
Aufsatz
Einiges aus dem Schüler- und Lehrer-Leben Peters Schaumann, vormals Rektor des Gymnasiums in Salzwedel und Pastors an der Hauptkirche daselbst / Johann Christian Gottlieb Schaumann
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