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1779 Kassel, Gedike— Berlin*, Kloster 1804 Bamberg.
Bergen*. 1806 ff. Baden*. 1784 Baden(Stadt). 1808 Bayern*. 1785 Dessau*. 1817 Weimar*. 1787 Bernburg. 1818 Württemberg. 1789 Blankenburg. 1826/8 Braunschweig*, um dieselbe Zeit 1790 Neuſs, Braunschweig(Stadt)*. Hessen*. 1791 Tilsit. 1831 Preuſsen*. 1792 Hadamar. 1832 Sachsen Altenburg*. 1793 Dillenburg. 1838 Oldenburg*. 1801 Elberfeld*. 1846 Sachsen*.
1803 Hamburg*.
Während es bei der Betrachtung eines Unterrichtsfaches heutzutage geboten ist, die Universitäten, die die Lehrer liefern, nicht unberücksichtigt zu lassen, können wir hier davon absehen, da damals noch keine Neuphilologen auf denselben gebildet wurden. Wohl gab es auf einzelnen Hochschulen Lehrstühle für Französisch— in Wittenberg schon 1572 1—, aber nie- mand machte dieses Studium zu seiner Lebensaufgabe in der Absicht, später als Lehrer zu wirken. Als solche traten meist Franzosen auf, die ihrem Vaterland den Rücken gekehrt hatten, anfangs oft aus Anhänglichkeit an den neuen Glauben, später auch aus irgend welchen anderen Gründen. Nun wäre ja der Umstand, daſs Nationale den Unterricht erteilten an und für sich kein Unglück gewesen, wenn dieselben für diesen Beruf die entsprechende Vorbildung besessen hätten. Aber leider ging mit ganz verschwindenden Ausnahmen dieselbe ihnen vollständig ab. Allerlei Volk und häufig nicht das beste drängte sich zu dem Lehrerberuf heran in der Hoff- nung, so müheloser als auf andere Weise den Kampf ums Dasein zu bestehen. Schon Cache- denier(1600) klagt über die schlechten Lehrer, die das versprächen, was sie selbst nicht einmal könnten, die ihre Hörer nach monatelanger Marter kaum die Aussprache gelehrt hätten und sie dann mit einer Unmasse zweckloser Regeln überschütteten. Ein Anonymus(A. C. M. 1670) erzählt uns von den vielen Sprachmeistern,„so den Nahmen ohne die that führen“; Me- nudier(1680) und Mme. de la Roche(1708) glauben die Schuld der geringen Erfolge den- jenigen beimessen zu müssen,„welche indem sie zu informiren sich unterstehen, nicht wissen, wie sie die Sache angreiffen sollen“, und der Rector Schatz(1724) schreibt in der Vorrede seines Frantzösischen Langius(§ 4): Dann wo irgend eine Profession und Metier zu erdencken ist, welche durch die Menge ungeschickter und unverständiger Zunfft-Verwandten verstümmelt ist, so ist es gewiſslich die zahlreiche Zunfft derer Frantzösischen Sprach-Meister. Solche Be- schwerden lieſsen sich das ganze 18. Jahrhundert hindurch vernehmen, und vielleicht hat sie einer auch noch im 19. gehört. Wenn diese Sprachmeister, auf deren z. T. abenteuerliche Schicksale ich schon im Vorhergehenden aufmerksam gemacht habe, auch nicht alle so schlimm waren, wie der am Lyceum zu B. bis 1841 unterrichtende J. B., der die Gewohnheit hatte, in
¹ Vgl. C. Wahlund, La philologie française au temps jadis in Recueil de mém. phil. présenté à M. Gaston Paris, Stockholm 1889 bes. pag. 144 ff.


