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s'établir, se fixer, ferner collocare(Cic. Cat. 4§ 12) und constituere(Caes. B. G. 1, 13) mit dem transitiven Begriffe wohnen laſsen, ansiedeln. In Bezug auf wohnen, besitzen, reich sein brauch' ich nur auf xνα zu verweisen. Das ahd. salic hat den Sinn von Sxν; im goth. ist selja der Gute nach derselben Anschauung, welche den d„αοςσ und den bonus als den Guten und Reichen erscheinen läſst im Gegensatz zu zardg und miser, dem Schlechten und Armen. Was den aus besitzen hervorgegangenen causat. Begriff zu eigen geben anbelangt, so könnte ich eine groſse Anzahl derartiger Beispiele anführen. Ich will es jedoch bei einem einzigen bewenden laſsen. Habere und seine composita bedeuten sehr häufig geben. Honorem alicui habere ist nichts anderes als einem Ehre geben, diribeo für dishibeo nichts anderes als dido. Ja das lat. habeo, dessen b, wie das Oscische beweist(Momms. U. D. S. 225), aus einem früheren f hervorgegangen ist, entspricht nach dem Gesetze der Lautverschiebung nicht unserm haben, sondern unserm geben. Wir sehen aus dem Gesagten, wie die Wurzel sal im Deutschen ihren eignen, von dem lateinischen ganz verschiedenen Entwicklungsgang genommen hat. Jedoch sind ga-suljan(fundare) und sulja(solea) nicht die einzigen Wörter, die dem Grund- begriffe der lateinischen Wurzel sol nahe stehen. Dahin gehört auch das ahd. salo= reor, arbitror(Graff ahd. Sprachsch. 6, 174; Diutiska 1, 271⁰b/, Hattemer's Denkm. des Mittelalters Bd. 1, 2045), welches also ganz den Sinn von statuo hat, und namentlich kruntsellon= fundare (Grimm Gr. 12, 876; Graff ahd. Sprachsch. 6, 176 und 177), welches vollständig dem mhd. gruntvesten entspricht. Wir schen hieraus, daſs das ahd. sellon so viel ist als das mhd. vesten (Solidare), und dem goth. suljan zur Seite tritt.
Anhang
über famulus und familia.
Seite 5 hab' ich geäuſsert, daſs in famulus das m ableitend würe und nicht zur Wurzel des Wortes gehöre. Dort konnte ich meine Ansicht nicht entwickeln, ohne den Gang meiner Untersuchung in störender Weise zu unterbrechen. Es mag daher nachträglich an dieser Stelle geschehen.
Auf eine Kritik der Meinungen, die andere über dieses Wort aufgestellt haben, ver- zichtend, will ich nur so viel bemerken, daſs die Ableitung desselben, die ich verfechten werde, nicht neu ist. Sie findet sich schon in Benary's Lautlehre S. 155, aber nur als flüchtig hin- geworfener Gedanke mit wenig ansprechendem Resultate. B. leitet famulus von sanscr. bhag ab, welches unter anderm auch verehren bedeutet, in dem Sinne von„einer der verehrt“ und fügt hinzu:„Diese Bedeutung von famulus bringt auch die Familie näher, letztere ist der Complex aller, die den Herrn verehren und es ist ganz der römischen Pietät und Veneration angemelsen, gerade aus diesem Stamme solche Wörter zu bilden.“


