Aufsatz 
3 Abhandlungen a) Über die hannövrischen orthographischen Regeln, ein Referat, b) Deus und Theos, c) Lucus / Johann Heinrich Hainebach
Entstehung
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Aus der daf hat sich ferner, mit der gewöhnlichen Schwächung des æ zu e, de ent- wickelt und daraus ist das homerische defelog, deslog hervorgegangen und jenes Wort, um welches es sich hier zunächst handelt, déarae und déœxro, ferner dofesοσασο, dododœo, das sich zu difo verhält wie 6ταασααo(Hom. II. 19, 238) zu Lrr, und dessen praes. doares, dodεον (Hes.) von defc in derselben Weise gebildet ist wie dmτ⁴eεσ von mεπι Sofaooν, dodœ von 9ε† ϑ τον⁴ε von τεέιν.

Sehen wir uns nach Analogieen für die Modificationen der df am, so finden wir sie sümmtlich wieder bei der N af, wovon alc, und bei derœf, wovonαες. Man vgl.

8duf?ν Sxcii vfog(Ahrens dial. dor. p. 242; Lobeck Paral. p. 124) dε⁴ασιιμιιυνοσςσ Aεαακνινιεμννοσ M.εςρ ν⁴αάι(Hes.) eneα. dε᷑ ασαιο éfag. Selbst der Uebergang des a in y zeigt sich bei allen Jreien gleichmäßig: drjfo(vgl. fut. ε) vrff(Etym. M. 515, 5) vifeg S0-fa(25οοσσQꝙ ͤHes.) wrfa(Bekker Hom. Blätt. p. 65).

Zur Erläuterung der oben aufgestellten Bedeutungen der daf bleiben mir noch einige Worte zu sagen übrig. Wie sich die Begriffe brennen, scheinen, leuchten berühren, beweist das deutsche brennen und glühen, das lat. ardere, candere, flagrare, das griech. léyc und al9, viele Wörter im Sanskrit(s. Bopp Vgl. Gr., 48 A.). Wie ferner leuchten den causativen Sinn erleuchten, d. i. hell, klar machen, annimmt und vom menschlichen Geiste gebraucht, in aufklären, lehren übergeht, sehen wir bei unserm erhellen(apparere, illustrare), bei †äéyo(Eurip. Troad. 308; Aesch. Ag. 91), bei œilνα(Hom. Od. 18, 25), besonders aber bei dem hebr. f und*(lucere, illustrare, docere), bei dem franz. éclairer, z. B. il éclaire (fulget, fulgurat), le soleil éclaire tout(sol cuncta illustrat), un ignorant ne peut pas éclairer les autres(homo indoctus alios docere nequit). So ist auch das lat. doceo*) gegenüber dem. griech. doudo zu verstehen, jenes unserm transitiven, dieses dem intransitiven erhellen ver- gleichbar.

Das gesagte mag genügen, um die daf, def mit ihren Bildungen, besonders aber das daraus hervorgegangene déczat, déœro, welches diese ganze Untersuchung veranladt hat, ins rechte Licht zu setzen. Das Verhältniss der daf zu def hat man sich so zu denken, wie das der deutschen starken Verba, die, ursprünglich verwandt, in verschiedenen Reihen des Ablautes auftreten, z. B. goth. bleikan," blik(fulgere) gegenüber dem daraus hervorgegangenen blikan, blak, zu welchem nhd. blecken(aperire, αlνέαι) gehört. Vgl. Grimm Gr. I, 567; Myth. 162 A.

Kehren wir zurück zu deg. Kann dieses Wont mit der dif und mit lat. divus, dius, deus nicht in Uebereinstimmung gebracht werden, so entsteht die weitere Frage, wie dasselbe zu erklären ist. Ohne mich darauf einzulaßen, die verschiedenen in alter und neuer Zeit vor- gebrachten Meinungen aufzuzühlen und zu besprechen, will ich meine Ansicht in möglichster

*) Dem docere sehr nahe steht decere, ebenfalls mit transit. Bedeutung. Diese ist glänzend machen, zieren, im Einklang mit decus Zierde, daher auch dessen Construction mit dem acc. Zu doveuo verhält sich doueo dem Sinne nach wie lustro d. i. specto zu luceo, von welchem lustro für lucstro nicht anders gebildet ist als monstro von moneo. Die Begriffe scheinen und sehen vereinigt auch dεριυονασαι(σἀo, eεꝓνος Sε⁴ogue Pind.); plavdo und uroylaνας, unser blicken(vgl. Grimm Wörtb.), und de⁴ονναένος(Spectans, observans, Hom. II. 15, 730) kann von Jouso eben so wenig getrennt werden als dozentterog(observans, Orph. Arg. 1351).

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