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- iο,- ig.
s-ie mit dem adverbial gebrauchten neutr. sö, ed, steht für so-òg und ist aus der α vermittelst des suff. ug hervorgegangen, vgl..εαας, 7d-g. Das Wort ist hauptsächlich um deswillen merkwürdig, weil es ein viel gebrauchtes, verdunkeltes im Sanscrit aufhellt und dadurch selbst in ein klares Licht gestellt wird. Zugleich liefert die Betrachtung beider einen deutlichen Beweis einestheils davon, wie wichtig es ist, die Sprachen mit einander zu ver- gleichen, anderntheils, wie auch im Sanscrit nicht Alles unversehrt und normal ist. Das Wort, das ich meine, ist, su, welches ganz wie das griechische ed gebraucht und sogar dem, dus, in derselben Weise entgegengesetzt wird, wie ed dem dug. Da nun sö, nach dem bei der"« herrschenden Gesetze, aus soν hervorgegangen ist, so darf man mit Sicherheit annehmen, daſs sanscr. su für asu steht, mit Verlust des Wurzelvocals, den auch das verb. subst. noch häufiger im Sanscrit eingebüfst hat, als im Lateinischen(vgl. S. 23). Daſs ich die Entdeckung von dem richtigen Verständnisse des sanscr. su und seinem Verhält- nisse zum griech. sd zuerst an's Tageslicht brächte, des kann ich mich nicht rühmen. Diese Ehre gebührt, so viel ich weiſs, Herrn Curtius(vgl. dessen Grundz. S. 38); aber doch darf und kann ich sagen, dals ich sie von jedermann unabhängig gemacht habe, ich darf es, wie ich glaube, um so mehr, da es für das gewonnene Resultat selbst nicht ohne Bedeutung ist.
Was den Begriff des Wortes anbelangt, so ist er in folgender Weise zu erklären. Das Sein steht dem Schein gegenüber, die Wirklichkeit und Wahrheit dem Lug und Trug. Inso- fern ist das Seiende das Bleibende, Wirkliche, Wahre, Rechte, mit einem Worte das Gute; während das Scheinbare das Vergängliche, Trügerische, Falsche, Verkehrte ist. Kurz lälst sich der Gegensatz durch das lat. verus und vanus ausdrücken. Wie nun aus eo, sein, das adj. sio, gut, so ist mit dem entgegengesetzten Begriffe aus lxet, scheinen, das verlorene adj. sizdg, von dem sich das Adv. elafſ und das erweiterte etzctog erhalten hat, und das von Hes.(I, 715) überlieferte Sεαακς d. i. Feuwndòg hervorgegangen. Das erste erklärt Hes. treffend mit udeνν, das zweite mit ταs, das dritte mit voxesνςα, dνεog, so daſs also das griech. eivdg, elxarog und eixnylòg vollständig unserem deutschen eitel entspricht, das ursprünglich ebenfalls scheinend bedeutet(Grimm Gr. II, 45, n. 504), und dann den Sinn von nichtig, unnütz, eingebildet angenommen hat.— Den Begriff des griech. éiüc hat auch das als Adjectiv gebrauchte sanscr. part. praes. sant, sat, in Uebereinstimmung mit griech. öura.
80001800g. Soσανπανκςοσ xανοτεεοο Hes. Was sollte dieses 2ο‿νπαεοος anders sein als der Comparativ des ursprünglichen so-ðg mit der so häufigen unorganischen oder auf einem Irrthum beruhenden
Verdoppelung des?˙ Der Sinn des Wortes steht dieser Auffassung sicherlich nicht im Wege. Man denke nur an das verwandte ϑ1ο und an 0eεσσν
2oνμμο⁹ς.
Ohne Erklärung führt Et. G. 407, 22 dieses Adjectiv an; Et. M. 603, 13 hat es mit zwei% geschrieben. Auch dieses scheint ein Ueberrest des ursprünglichen so-ug zu sein, aus dem es erwachsen ist, wie 6-νμοο aus-g.


