Aufsatz 
Die Wurzeln fes und es mit ihren Ableitungen / von J. H. Hainebach
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23

Das d dieser" ist denselben Einflüſsen und Veränderungen unterworfen, wie das der ê Feg, nur daſs sein Wegfall noch weitere Fortschritte gemacht hat. Zwischen zwei Vocalen ist es, wenn wir so‿αναοο und so-ureOoc ausnehmen, nirgends geblieben, oft hat es selbst in einem folgenden z und keinen Schutz gefunden, woran sich, das doch sonst so gerne anlehnt.

Der Wurzelvocal e ist wie bei 1. Feg einigemal zu y gesteigert worden: in ni, nxο, Swvijiog. Suvpcy, in dem imper. vra, in Joxs für soxe(Alcman, fr. 59 Bergk). Den Uebergang in ¹ bieten dar ic, der imper. 1091 und rο für Gxναν(Hes.), die böotischen Formen lνν für 803, 7ν˙ο für ουοσει, 2cGα⅜☛ für soνοeνς(Ahr. I, 211). In o scheint sich das e verwandelt zu haben bei olat, Grεον.

Da wir die groſse Aehnlichkeit der O Feg und éc in jeder Beziehung wahrnehmen, so dürfen wir schon um deswillen voraussetzen, daſs, wie bei Feg(S. 4), so auch bei eg nicht e sondern a der ursprüngliche Vocal gewesen sei. Nur das Sanscrit hat diesen bewahrt, wo die Wurzel as lautet. Im Lateinischen und Deutschen ist das a bei dem verbum substantivum ebenfalls nicht mehr sichtbar; indes dürfte noch manche Nominalbildung vorhanden sein, die es gerettet hat. Dahin rechne ich z. B. das altlateinische ass-ir oder ass-er, wovon unter oο, und das deutsche Ast, wovon unter 6Gισαιαον die Rede sein wird. Fände sich im Gothischen das praeteritum des Verbums, so würde es gewiſs as lauten, aber es erscheint nur noch das praes., dessen sing. im für is-m, is, is-t lautet. Bemerkenswerth ist noch, dafs im Lateinischen, wie im Sanscrit, der anlautende Wurzelvocal öfters abgefallen ist, daher sum für es-um, welche Form Varro I. l. 231 Müll. als alterthümlich erwähnt, sumus, sunt, sim für es-umus, es-unt, es-im, und daſs zwischen zwei Vocalen s inr übergegangen ist, daher eram, ero für esam, eso.

elul.

Will man die mannigfachen Bildungen dieses Verbums in ihrer regelrechten Entwicklung verstehen, so ist es vor allem nothwendig, sich die oben erwähnten Veränderungen, welche die v eg erleidet, zu vergegenwärtigen, und dann die verschiedenen Präsensformen, die ange- nommen werden müſsen, in's Auge zu faſsen. Deren sind drei: 1) s&O- ut,&l- ul, 2) 8000, 80, 3) 20αα, 8-Sut, welches sich zu 5-c eben so verhält, wie à-=*ιꝗ zu à-c, wie di--uu⁵ 6n. 18, 584) und dl-eεαα zu dl-, wie e?-*⅜α(Hes. unter eley) und das aus dem med. -= e2⁴αα zu folgernde E=huu⸗ zu el- u¹¹, dessen V bekanntlich ist. Zu 1) gehört praes. ind. und inf.; imper. 709, 86-20; 800, 00; opt. 2. Jp; du. und pl. imperf. act. joro, oder vro» u. s. w.; imperf. med.- für vounn(vgl.- ενν für io-up); zu 2) conj. e-, 5-0, 7 opt. 8-0χ‿α; part. 8-3; imperf. à-oy(Hom. II. 23, 643) und.(Eustath. 883, 19); 2 3) imperf. 8(vgl. d- n) und 7-*y(Eustath. a. a. O.); aus S-», yg und à οσα ist v gewöhuliche imperf. 7v,c, 709α durch Contraction entstanden, der man sich, wie der Circum- flex bei 7y und 7 zeigt, bewuſst geblieben ist.

Noch will ich das Part. 6y, die Form elaro(Schol. II. 15, 10; 24, 84; Od. 20, 106; Eustath. 1885, 40), die 3 s. imperf. kurz berühren.

*) g-ov und 5-ov, die augenscheinlich für sd-ov undG-ov stehen, stimmen, jenes mit lat. er-am für es-am,

dieses mit sanscr. AIA6, äs-am, überein.