Aufsatz 
Die Wurzeln fes und es mit ihren Ableitungen / von J. H. Hainebach
Entstehung
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15 composs. wie persalsus, versalzen, was eigentlich so viel ist als über die Maſsen gesalzen. Vgl. auch pervasto verwüsten; perturbo verwirren; perpolio verfeinern.

In dem ersten Bestandtheil von Féo-xεοος erblicke ich das oben(S. 7) erwähnte subst. Feooy, das, abgesehen von der wahrscheinlich unorganischen Verdoppelung des, ähnlich gebildet ist, wie soο». Dieses ist mit π⁴έα ohne Bindevocal zusammengesetzt worden, weil ein auf auslautender Stamm desselben entrathen kann, wie 1εσαααυmππαοε,*εασσσ⁶οο, dνεomααog, beweisen, deren erster Bestandtheil xεαοαασς*εοαασς, odveg, was jetzt nicht mehr bezweifelt werden kann(Bopp Vergl. Gramm.§ 128; Sanscr. Gr.§ 160), den eigentlichen Stamm enthält. Demnach stünde Féoεoog für FéοmOκο, wie 16αοκνραοο für 1e0ααοσρσmπο. Die Bedeutung von 5000» ist nach Hes. Kleid. Die nahe Verwandtschaft von Kleid, Schmuck, Glanz ist schon mehrmals und besonders S. 5 hinlänglich besprochen worden. Ich werde also auch dem Worte ooy unbedenklich den Begriff Glanz beilegen dürfen.

Nimmt man nun 6οοσ in dem angegebenen Sinne, den auch sanscr. para hat, nämlich ausgezeichnet, so ist Eomπαεακο der an Glanz ausgezeichnete, der vorzüglich glänzende, dory qadrarog, wie ihn Hom. Od. 13, 93 nennt, do*ααοτοο ν 009uν Torœrat, wie es II. 22, 318 heiſst. Vorzugsweise der glinzonde wird dieser Stern auch im Hebräischen und Sanscrit ge- nannt mit den Worten 55, Ufa.

Uebertragen auf die Zeit und den Ort seines Aufganges, bezeichnet&ooσπιεοοο den Abend und Westen, wie das zu ihm den Gegensatz bildendecig den Morgen und Osten.

Noch ein anderer Weg könnte eingeschlagen werden, das Wort ³ goαεοοο zu erklären, der aber zu demselben Ziele führt. Nimmt man ein adj. Féo-og, glänzend, an, und erwägt, daſs das verstärkende το meist hinter dem Worte steht, zu dem es gehört, wie manchmal auch das lat. per z. B. parumper, nuper; ferner, daſs in nu-perus, aus noviperus entstanden wie prudens aus providens, perus ebenfalls hinten an ein Adjectiv getreten ist, so könnte man versucht sein, 8omπσικοοο eben so zu faſsen. Bei detlaxòog ist in ähnlicher Weise das steigernde dνακοος suffigiert, das wir sonst in seiner natürlichen Stellung vor dem Adjectiv erblicken, z. B. dæ‿οομσσε, dxO. Dieser Erklärungsversuch scheint mir jedoch viel weniger begründet und einfach als der andere.

Ich komme nun zu denjenigen Ableitungen der Feg, welche die Begriffe wohnen, sich niederlaſsen, sitzen, ruhen, ablaſsen, lafsen einschlieſsen.

7 dorv und doxòg.

Diese Wörter sind um deswillen besonders merkwürdig, weil sie, wie schon gesagt (S. 4), das ursprüngliche« bewahrt haben. In Bezug auf das anlautende kann ich mich kurz faſsen, da es durch Inschriften sicher gestellt ist(Ahr. I, 170; II, 516; Keil Syll. inscr. Bocot. p. 8), und seine Spuren bei Hom. überall sichtbar sind. Finige Reispiel mögen genügen. Il. 2, 801 TOcrl dorν; 2, 803 ard dorv; 3, 245 dvc dorv; 6, 331 rdxa doru; 17, 144 71104ν al doxu; 11, 242 εαάνοτυ A⁴τν, doοσεουν dοσσφmw⁷.

Mit Fdo-ru stimmt, abgesehen von der Länge des a, sancr. AIIE, vãs-tu, Wohnung,

Wohnstätte, buchstäblich überein*). Das oben(S. 4) erwähnte ahd. wis-t, Wohnung, ist der-

*) Im Sanscrit findet sich auch ein vastu mit kurzem a. Ist die Bedeutung locus, die ihm Laſsen in seinem Glossar und Andere geben, gegründet, so ist es dem doru ganz identisch. Aber in den Quellen, die mir zu Gebote stehen, finde ich keinen Beleg für jene Bedeutung. Auch Wils. erwähnt ihrer nicht. Es heiſst bei ihm thing,