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selben Abstammung. Hieraus läſst sich abnehmen, daſs der eigentliche Sinn von dorv ebenfalls Wohnstätte ist, oder, wenn man auf den ursprünglichen Begriff der é zurückgeht, der Ort, wo man sich birgt. Aehnlich verhält es sich mit goth. baürgs, das, von bairgan, bergen, stammend, so viel als Stadt bedeutet und erst später den Sinn unseres jetzigen Burg ange- nommen hat(Grimm Gr. III, 418), der auch dem dorv nicht fremd geblieben ist. Im wirk- lichen Gebrauch ist doxv nur die Wohnstätte einer Gesammtheit, während so-wla die Wohnung eines Einzelnen, das Haus, bezeichnet. Wie nahe sich übrigens beide Begriffe stehen, zeigt unter andern das griech.*zog neben lat. vicus und ahd. wih, Stadt(Grimm Gr. III, 418) und das lat. villa gegenüber dem franz. ville.
Fæo-xg ist mit dem suff. zig aus der ursprünglichen Gestalt der v Feg gebildet, wie noen-ς, οαετ᷑⁵⁴ς, 19- 6g. Es bezeichnet eigentlich den Wohnenden, dann den Orts- oder Stadtbewohner. Im Sanscrit entspricht ihm Iftſd, vas-i-ta, mit dem Bindevocal i, welches ebenfalls wohnend bedeutet. doτεog und dozezòg haben sich aus dorος entwickelt, wie deννοασρμειιος und dνϑρσάνσινs aus dνιϑωπQπσσ.
dorid.
Für éoria wird ionisch und dorisch ioriæ gesagt, auch die Form»oric hat der cod. Hes. unter àox⁴οαν. Das anlautende F erhellt aus der Glosse des Hes.„iorlc, éoxcrh, wofür ohne Zweifel soxdoy oder soxαo zu lesen ist. Auch das S. 5 erwähnte yeozia« ist in dieser Hinsicht nicht ohne Bedeutung. Ferner deutet sanscr. SEæ*, vas-tja und IECI, vas-ta, Haus, so wie ahd. wis-t, Wohnung, darauf hin. Terent. Maur. c. II, v. 651 bezeugt es ebenfalls. Das lat. Vesta, von dem nachher dis Rede sein wird, führe ich absichtlich hier nicht an.
Gebildet ist&o- εεα wie iv-s-zα, orOα‿τ⁶, de½οναμμο i(vgl. Lob. Phr. p. 502; Ahr. II, 62; Buttm. Gr. II, 416). Im Griechischen beschränkt sich diese Bildung hauptsächlich auf com- posita. Im Lateinischen ist sie aber eine sehr gewöhnliche und tritt nicht nur mit dem part. perf., sondern auch mit dem part. praes., mit subst. und adj. in Verbindung, z. B. peritia. scientia, pueritia, saevitia. oricx ist, da ziœ und das daraus hervorgegangene lαo nur Abstracte bildet, zunächst Bergung, dann Herberge, Obdach, Wohnung, Haus, Heerd. 5orzla als Göttin, das meines Wiſsens bei Hom. so noch nicht vorkommt, ist mit dem adj. oxνιο ound dem lat. Vesta in Verbindung zu bringen.
Das wenig vorkommende adj. 201109(Lob. Par. 430) setzt ein subst. voraus, wie etwa das S. 7 angeführte 2or. Zwar wird diesem nur die Bedeutung Kleid beigelegt; wie nahe sich aber Kleid und Haus berühren, ist oben(S. 4) gezeigt worden und beweist sorla selbst(S. 5), so wie das mit Feo-rG--», Kleid(S. 7) übereinstimmende sanscr. vas-ta-m, Haus. Statt 8oxνο*ε ist das compos. 8†ρςασντοε, für welches Hes. I, 1330 auch Amτ‿⁴ναασπτοσ anführt, und smumog in Gebrauch gekommen. Daſs sich soοwioe dem Begriffe nach von 8ozl nicht unterscheidet, läſst sich schon daraus abnehmen, daſs dem 2έαοσπσοο nicht dveoεοτος, sondern dνέεαοσπταος entgegengesetzt wird. So ist auch soεαστα, von dem Hes.&mεασσαι⁵σ⁶.⁹ςα, ua anführt, begrifflich
matter, substance, natural disposition, essential property, nature, essence, the pith or substance of any thing. Damit stimmt wohl das S. 4 verwähnte ahd. wist, dem Grimm Gr. II, 923 die Bedeutungen substantia, natura, cibus, mansio giebt, so daſs es sowohl den Begriff des griech. fâoru, als den des sanscr. vastu einschlieſst Dasselbe ist der Fall mit ahd. wesanti, Wesenheit, Stoff, Wohnung(Graff I, 1058).


