3 dafs sie auch begrifflich nicht lose neben einander stehen. Wäre es mir aber auch nicht überall gelungen, ihre verschiedenen Bedeutungen in Einklang zu bringen, so würde ich doch nicht angestanden haben, sie sämmtlich auf denselben Ursprung zurückzuführen, weil ihre Form darauf hinweist. Denn diese mufs bei derartigen Forschungen zu Grunde gelegt werden, da sie festen und greifbaren Gesetzen unterworfen und dem Wechsel weit weniger ausgesetzt ist, als die Begriffe, die im Lauf der Zeiten gar viele Wandlungen erfahren, ohne daſs in der Kette der Bedeutungen die verbindenden Glieder immer noch alle erhalten wären. Zudem ist es oft nicht leicht, den kühnen Uebergängen zu folgen, die der hohe Flug der Gedanken unternimmt. Mit diesen Ansichten und Grundsätzen ruhe ich auf einer Autori- tät, wie ich in sprachlichen Dingen keine zweite kenne. Dieſs ist Jakob Grimm, der Gram. II, 67 sagt, dafs in dem Meere der Begriffe alle Bedeutungen, wenn sie nicht durch die Formen der Sprache geordnet und festgehalten werden, fehl und irre schweifen. Dazu kommt noch, daſs das Gebiet der Begriftsentwicklung, namentlich in den klassischen Sprachen, ein sehr wenig angebautes, und um deswillen der Grundsatz, daſs das, was der Form nach zusammen- gehört, auch begrifflich zusammengchören müſse, um so strenger festzuhalten ist, auch wenn es nicht überall gelingt, den begrifflichen Zusammenhang herzustellen. In Bezug auf die Form der obigen Wörter bemerke ich Folgendes:
Das anlautende E ist, abgeschen von 1νος, ειεοσο und eleνν, bei allen nachweisbar. Nur von diesen dreien habe ich keine Spur entdecken können, was sich aber leicht aus dem Umstande erklären läfst, dafs sie bei Homer, der Hauptquelle für die Kenntnis des anlautenden F, nur sehr spärlich vorkommen.
An die Stelle des F, der Labialspirans, ist meistens die Gutturalspirans, d. i. der spir. asp., getreten. Einigemal ist auch dieser verloren gegangen. Diese Erscheinungen sind ganz dieselben, wie sie auch sonst bei digammierten Wörtern vorkommen. Ich brauche nur an Fellc und was dazu gehört, zu erinnern. Wo bei den Alten ein Schwanken zwischen dem spir. asp. und len. sich zeigt, habe ich dem natürlichen Stellvertreter des F, dem spir. asp., den Vorzug gegeben.
Das wurzelhafte o'ist zwischen zwei Vocalen durchgängig ausgefallen. Eine Ausnahme davon macht nur»ννρς, ux, was vermuthlich einen euphonischen Grund hat, da„νxοos, puxic unseren Ohren wenigstens sehr übel klingt. Als Ersatz für den Verlust des d ist das vorhergehende s öfters in et verlängert worden. Vor den liquid.*¼ und» ist es ebenfalls geschwunden, einigemal jedoch hat es sich in dieser Stellung erhalten oder assimiliert. Vor allen anderen Consonanten ist es geblieben, abgesehen von ⁴έ—fral und exdo—- j-ro neben ncσ—o- ro. Diese sämmtlichen Erscheinungen kehren bei der ες wieder, so dals 2. B. 6l- yòg und 4-x„6; das perf. 80--.αl᷑,&l lαi,*εαι‿ά-—ßuio(àol. 2ε⁴ι‿ά—2) auf gleicher Linie stehen mit dem conj. e-c und-ναα; mit àO-ℳ0„, el-ℳε, duε‿α. Dem αο‿ε*οστιο und εααοέ—,-ro lälst sich 7o‿ro und-ro» vergleichen.
Das mehrmals im Anlaute erscheinende„ ist nicht als eine durch den Wegfall des bewirkte Verlängerung anzuschen, sondern als eine Verstärkung des e, die nicht selten statt findet, z. B. 11ν⁵⁶έασ, 1, i, 0g,„nOα⁴ςε, mos neben 6ε⁴οσμασα, 15yο, ig, 8908, pOα⁶eε en-ncnc. Dals es so aufzufaſsen ist, läſst sich schon aus„-α gegenüber dem io- ral und aus*- vxos abnehmen.
7 ist einigemal an die Stelle von et getreten, nämlich in Lua, αderιον, 1aεαιαεν; T an die von é in 1 ⁶⅜ο, la, ioric, enloriog, was wohl auf dialectischem Einfluſs beruht. In loxig
1*


