Aufsatz 
Krinagoras von Mytilene : eine Abhandlung / Eduard Geist
Entstehung
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Ich laſſe nun die Gedichte des Krinagoras nach der Bruncki⸗ ſchen Anordnung folgen, unter Nachweiſung der Stelle, wo ſie ſich in der A. P. und bei Planudes finden; den Terxt gebe ich ohne Veränderung ſo, wie er in der Ausgabe der A. P. von Jacobs vorliegt. Die beigefügten Bemerkungen übergehen Alles, was von den frühern Herausgebern, namentlich von Jacobs, bereits genügend emendirt und erklärt zu ſein ſcheint, mit Stillſchweigen.

J.

Kol Azs α στεναρσν, Gανασρσρꝙφ τεοοιν rëνοντασς, νοι r⁷ιτοι mτπιοοαππσι⁷. 0d 809 1dοσαα ευν 1εεαν νπα ενεε.

2. 8 5 1* 7 ατσςσ⁴αἀς ⁵ωνεινι ναενςo⁶ιιαιτανν σν 59 11.,, ds ν ναdi Sεένν

7* 7 27 7 mriSag, ννσν ⁷Oν στανιας υ,

8* 2 Foς τ᷑ eνννπιινν ν εσσ* ασόοι ⁷⁶ςσe⁷. nr6rν˙ϑας̈ ool' εοενεας. ⁸,/1,0 ,dtvy.

Plan. IV, 199. Jac. p. 330 St. In der A. P. fehlt dieſes Epi⸗ gramm, ſowie 16, 17 u. 18, denn ſie beziehen ſich auf Werke der bilden⸗ den Kunſt, welcher Theil der Anthologie des Kephalas bekanntlich nicht mehr vorhanden iſt. Das Epigramm iſt in iambiſchen Trimetern ge⸗ dichtet, wie außerdem noch ep. 36 und 2 Verſe von ep. 14, wäh⸗ rend ſich ſonſt Krinagoras durchaus des elegiſchen Maaßes bedient. Dieſer Umſtand, der in ſo fern von einiger Bedeutung iſt, als auch die beiden andern erwähnten iambiſchen Stellen nicht von Krina⸗ goras zu ſein ſcheinen, ferner die Sprache, die ſich durch Leichtigkeit auszeichnet und von der ſonſtigen Ausdrucksweiſe des Krinagoras weit entfernt, ſodann die faſt gänzliche Abweſenheit epiſcher Formen, endlich der Inhalt, der ſich mit einem oft behandelten Gegenſtande beſchäftigt(vgl. z. B. Alc. Mess. 11. Antip. Sid. 41), was durch⸗ aus nicht in der Manier unſers Dichters liegt, machen es mir ſehr zweifelhaft, ob das Gedicht wirklich von Krinagoras ſei. Die Ueber⸗ ſchriften der Planudea ſind bekanntlich noch viel unzuverläſſiger, als die der Palatina. V. 1 ſcheint duo†εꝓανάfalſch; man hat ent⸗ weder orércse ogpiyxroug IeOoOy zeroprag oder mit Gräfe epist. crit. in Buc. Gr. p. 47 σρꝓασροιν ταεοο zerovrag zu leſen.