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here oder niedere Stelle in der Ordnung eneſchelder, ſo wird jede Kraft der Seels auf das auſſerſte angeſtrengt, die Bor⸗ bereitung zu Hauſe mie dem groͤßten Eifer betrieben, und die Abneigung auch gegem ſonſt wenig anziehende Dinge leicht uͤber⸗ wunden, um nur in dieſem Wertkampf nicht zu unterliegen. Ob nun gleich durch dieſe Exaltation der Kraͤfte die Ent⸗ wickelung derſelben befördert wird; ſo wuͤrde man doch ſehr ir⸗ ren, wenn man das nartuͤrliche Maß der Kraͤfte fuͤr eben ſo groß halten wollte, als es in dieſem auſſerordentlichen Zuſtand erſcheint. Hieraus laͤßt es ſich daher, zwar nicht allein, doch zum Theil erklaͤren, warum einige, welche waͤhrend ihrer Schul⸗ jahre große Hoffnungen erregten, dieſelbe nachher raͤuſchen, an⸗ dere ſpaͤterhin eine Kraft, eine Thaͤtigkeit entwickeln, die man ſruͤher nicht von ihnen erwartete. Die erſtern ſinken in ihre natuͤrliche Schlaffheit und Traͤgheit zuruͤck, ſobald die Beweg⸗ gruͤnde wegfallen, welche ſie ehmahls anfeuerten; die andern finden in reiferen Jahren, wenn die höheren Erkenntnißkraͤf⸗
te zu voller Thaͤtigkeit gelangt find, an Kenntniſſen Geſchmack,
wobei ſie ſonſt gleichguͤltig blieben. Nicht ſelten ſetzt auch die
erſt ſpaͤt erwachende Ehrbegierde die Kraͤfte der letztern in Be⸗
wegung.— Eben ſo maͤchtig wirkt auch der eigenthuͤmliche Geiſt des Inſtituts in Verbindung mit dem Nachahmungs⸗ trieb auf die Gemuͤther der Jugend; und bei einer unpartheii⸗ ſchen Schäͤtzung der Anlagen darf daher auch nicht vergeſſen werden, was dieſen Mociven zuzurechnen iſt. Wo einmahl eine vernuͤnftige Disciplin, Ordnung und Thuͤtigkeit herrſchen, da folgt auch der Ankömmling leicht dem Beiſpiel der andern. Zwar kann der Geiſt der Schule und der Nachahmungstrieb keine Talente wecken, wo die Natur ſie verſagt hat; aber Fleiß, Ordnung und Aufmerkſamkeir können ſie ſelbſt denen
einflößen— ſo lange ſie den Geſetzen des Inſtituts untervorſen
ſind— welche außer dem ihre geringen Anlagen durch 3 . r
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