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nicht eigentlich fuͤr den erſten Unterricht.— Bey der An⸗ wendung der algebraiſchen Regeln zur Aufoͤſung geometriſcher Aufgaben iſt noch zu bemerken, daß hier vorzuͤglich viel darauf ankomme, deutlich zu zeigen, wie aus der Berrachtung einer Figur, und den Ueberlegungen uͤber das Verhaͤltniß der Sei⸗ ten, Winkel, Flaͤchen, koͤrperlichen Raͤume, algebraiſche Glei⸗ chungen formirt werden koͤnnen; ferner wie ſich eine algebrai⸗ ſche Auflöſung von einer rein geometriſchen unterſcheide(wel⸗ ches am beſten gezeigt werden kann, wenn beide Methoden bey einem und demſelben Falle angewendet werden), endlich zu zeigen, wie man das durch die algebraiſche Auſtöſung gefun⸗ dene Reſultat(auſſer der numeriſchen Berechnung in einzel⸗ nen Fällen) auch durch geometriſche Conſtruction darſtellen kͤnne. Dieſes leztere kann wenigſtens an einigen Beyſpielen gezeigt werden..
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3) Da die Algebra mehr durch Anwendung i in Beyſpielen, als durch abſtrakte Regeln erlernt wird, ſo kommt auf eine ſorgfaͤltige Wahl derſelben viel an. Man hat anſehnliche Sammlungen von algebraiſchen Aufgaben, die aber zum Theil von ziemlich unintereſſantem Inhalte ſind, und in dem wirk⸗ lichen Leben nicht vorkommen. Daher iſt es beſſer, ſolche arithmetiſche und geometriſche Aufgaben zu waͤhlen, von denen ſich irgend ein Gebrauch angeben laͤßt. Mancher Anfaͤnger moͤchte ſonſt waͤhnen, der ganze Nutzen dieſer Wiſſenſchaft be⸗ ſſtuͤnde nur in der Aufloſung ſolcher geringfuͤgiger(oft auf ei⸗ B 2 ne


