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Aufgabe, und das Verhaͤltniß der bekannten und unbekannten Größen, und ſchaͤrft den Verſtand mehr, als die Aufloͤſung ſelbſt, welche nach deu erlernten Regeln ohne ſonderliche Schwie⸗ rigkeit geſunden werden kann. Daher muß der Lehrer nur ſo lange vorarbeiten, bis die Regeln gefaße worden ſind, und als⸗ dann den Lehrling ſelbſt bey jeder Aufgabe gewoͤhnen, zuerſt die bekannten und unbekannten Groͤßen ſchicklich zu benennen, und einzeln aufzuſchreiben, zweitens aus den Umſtaͤnden der Aufgabe die Gleichungen zu formiren, drittens, wenn mehre⸗ re vorhanden ſind, fie auf eine einzige zu bringen, und zulezt dieſe ſo lange zu veraͤndern, bis auf der einen Seite des Gleich⸗ heitszeichens die unbekannte Groͤße allein, auf der andern aber lauter bekannte Groͤßen ſtehen. Wenn der Lehrer auch da, wo es nicht noͤthig iſt, zu viel vorarbeitet, ſo benimt er dem lehrling die Gelegenheit, ſeine eigene Geiſtesthaͤtigkeit zu uͤben, wodurch das Intereſſe an dergleichen Unterſuchungen vermin⸗ dert wird— Man eoͤnnte dieſen erſten Curſus der Algebra mit der Erlaͤuterung der gemiſchten quadratiſchen Gleichungen beſchlieſen, weil hoͤhere Gleichungen dem Anfaͤnger ſelten vor⸗ kommen. Indeſſen wuͤrde ich doch rathen, noch die Auſtiöͤ⸗ ſung reiner cubiſcher und biquadratiſcher Gleichungen und ei⸗ niges aus der unbeſtimmten Analytik folgen zu laſſen, weil die erſtern nicht ſchwer auftuloͤſen find, und Anſgaben aus der leztern beſonders das Nachdenken ſchaͤrfen. Alles andere aber, was weitergehende analytiſche Unterſuchungen betrift dne auch die ganze Analyſis unendlicher Groͤßen) gehoͤrt noch
nicht


