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ſchon eine Unterſtützung der Wahrſcheinlichkeie ſinden wuͤrde, wenn ſie deren beduͤrfte.
Da es Diodors Auctoritaͤt hauptſaͤchlich iſt, worauf Herr Profeſſor Voß die wirkliche Exiſtenz einer Diebs⸗Innung in dem alten Aegypten gründet, ſo entſteht die Frage, ob denn gegen jenen Geſchichtſchreiber, wenn er von dergleichen Gegen⸗ ſtaͤnden redet, ſich gar kein Zweifel erheben laſſe? Und hier darf ich meine Leſer blos auf die ſcharfſinnige Unterſuchung verweiſen, die wir einem der kompetenteften Richter, einem Heyne, uber dieſe Materie“ verdanken; ich darf blos andeu⸗ ten, was dort umſtaͤndlich dargethan wird, daß Diodor, wenn er uͤber Sitten und Gebraͤuche der alten Aegypter ſich verbrei⸗ tet, nicht immer uneingeſchraͤnkten Beifall verdiene. Zwar nennt er als Quellen, woraus er hier geſchoͤpft habe, die hei⸗ ligen Buͤcher der aͤgyptiſchen Prieſter; aber Schade nur, daß einem damaligen, der altaͤgyptiſchen Sprache unkundigen, Grie⸗ chen die Lectuͤre dieſer Buͤcher verſchloſſen ſeyn mußte, geſetzt auch— was doch aus mehreren Gruͤnden hoͤchſt unwahrſcheinlich iſt— daß ſie noch exiſtirt haͤtten. Alſo ohne Zweifel folgte Diodor hier einem ſpaͤteren aͤgyptiſchen Schriftſteller, deſſen Sprache von der ſeinigen nicht verſchieden war, und aus eben dieſem wiederholte er die Verſicherung, daß alles aus den heiligen Buͤchern der Prieſter entlehnt ſey. Jener uns unbekannte Aegypter, wie aus mehreren Spuren erhellet, erzaͤhlte vieles, nicht, wie es wirklich war, ſondern, wie es ſeiner Idee nach haͤtte ſeyn ſollen; kurz, ſein Buch, wie Heyne am angefuͤhrten Orte ſehr ſinnreich vermuthet, ſcheint in dem Geiſte einer Cy⸗ ropaͤdie, oder, wenn neuere hiſtoriſche Romane genannt wer⸗ den ſollen, eines Cyrus, Sethos u. d. gl. verfaßt geweſen zu ſeyn. Daher ſo manches Abentheuerliche und Selrſame,
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* De Diodori fide& auctoritate, Commentatt. Soc. Gotting. Vol. V. claſſ. philol. p. 123 fad..


