êſ—— 3 ſich mit einer bloſſen Wiederholung und einem gerechten Ta⸗ del deſſelben. Wirklich ſind es, ſo weit meine Kenntniß reicht, nur zwei*, die bier eine ruͤhmliche Ausnahme machen, der verſtorbene de Pauw** und Herr Profeſſor Voß**r in Halle; nur Schade, daß der Geſichtspunct, woraus dieſe ſcharfſinnigen Maͤnner ihren Gegenſtand betrachten, ſo weit auseinander liegt. De Pauw ſucht es wahrſcheinlich zu machen, daß ein eigentliches Geſetz von dem angegebenen Inhalte niemals exi⸗ ſtirte, daß man eine gewiſſe Gattung auslaͤndiſcher Räuber (Araber) blos duldete, weil man ſich ihrer nicht erwehren konn⸗ te, und daß man mit dieſen, wie es noch heutzutag Sitte ſeyn ſoll, im Beraubungsfalle uͤber die Einloͤſung der geſtohle⸗ nen Sachen zu contrahiren pflegre; Voß hingegen nimmt an, daß in dem alten Aegypten wirklich ein ſolches Diebshand⸗ werk beſtanden habe, wie es Diodor beſchreibt, welches jedoch minder furchtbar und gefaͤhrlich geweſen ſey, als man der er⸗ ſten Anſicht nach ſich vorſtelle. Ich mache den Anfang mit den Ideen des zuletzt genannten Schriftſtellers..
Eine ſehr richtige Bemerkung von dieſem iſt es allerdings, daß Straſſenraͤuberei in jenem Privilegium nicht mirtbegrif⸗ fen ſeyn konnte; oder Diodor ſtuͤnde in offenbarem Widerſpru⸗ che gegen ſich ſelber. Denn in dem naͤmlichen Buche, kurz vorher****, wird das bekannte Geſetz angeſuͤhrt, nach wel⸗ chem ſchon derjenige des Todes ſchuldig war, der auf oͤffentli⸗ cher Landſtraſſe jemand, ben, er moͤrderiſch angegriffen, oder
nur
3 * Es verſteht ſich, daß ich diejenigen Schriftſteller nicht mitzaͤhlen kann, die anderer Meinungen bls mit zriftſ Beifalle begleiten.
a* Unterſuchungen uͤber die Aegypter ꝛc. Th. II, S. 315. f.
4„ Sdea der allgemeinen Staatswiſſenſchaft ꝛc. Fuͤnfter Th⸗ .282. ff.*
*** Diod. 1 77.


