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von der fernen Zukunft hernimmt, zu ettvas antreiben oder davon zuruͤckhalten laͤßt; und daß erkuͤnſtelte nie ſo wirkſam als wahre Beduͤrſniſſe ſind. Allein da im geſellſchaftlichen Le⸗ ben, erkuͤnſtelte Beduͤrfniſſe oft eben ſo ſtark wirken koͤnnen, als die natuͤrlichen, und die Urſache warum ſie es koͤnnen in der menſchlichen Natur gegruͤndet iſt; ſollten ſich nicht auch beim Jugendunterricht kuͤnſtliche Beduͤrfniſſe, oder Reitze, fuͤr die natuͤrlichen anwenden laſſen? Oder ſollte man deßwegen von ſchwaͤcheren Motiven keinen Gebrauch machen, weil uns die ſtaͤrkeren fehlen? Localverhaͤltniſſe koͤnnen hierbei eigene Hilfs⸗ mittel und Schywierigkeiten darbieten. So wird die Jugend im Ganzen, in einer Handelsſtadt mehr Neigung zu den neuern als zu den alten Sprachen, und da wo die Wiſſenſchaften mehr geachtet find, groͤſſere Liebe fuͤr dieſe als jene bezeigen. Hieruͤber laͤßt ſich im Allgemeinen nichts beſtimmen. Ueberall aber darf der Lehrer dem Zoͤgling kein Buch zum Ueberſetzen vorlegen, welches nicht ſchon wegen ſeines Innhalts die Auf⸗ merkſamkeit der Jugend feſſelt. Und gluͤcklicherweiſe haben wir jetzt zweckmaͤſſige Leſebuͤcher, welche der Unbequemlichkeit abhel⸗ fen, dem Knaben gleich anfangs einen Schriftſteller in die Häͤn⸗ de zu geben, welcher noch zu trocken und unverſtaͤndlich fuͤr ihn iſt. Auſſerdem bleibt dem Lehrer das Mitwirken der Aeltern zu ſeinem Zwecke uͤbrig, welches man, wo es nur irgend nöthig und thunlich iſt, nicht unbenutzt laſſen ſollte. Denn wem iſt es unbekannt, welchen gluͤcklichen Erfolg es fuͤr den Fleiß und die Aufmerkſamkeit des Schuͤlers hat, wenn der Vater, deſſen Stand und Kenntniſſe es erlauben, ſich von dem erſteren nur oͤfters Rechenſchaft, uͤber das was er gelernt hat, ablegen laͤßt; oder ihm Gelegenheit verſchaft, ſeine ſchon erlangten Kenntniſ⸗ ſe anzuwenden? Wenn auch weiter nichts dadurch erreicht wer⸗ den ſollte, ſo wird doch wenigſtens der Sprachunterricht dem Knaben wichtig werden, weil 2 bei Vater und Lehrer, den
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