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ken zerſtoͤrenden Auktoritaͤtsglauben(praeindicium auctoritatis), der den Grad der Wahrheit und Wichtigkeit einer Meinung, taub gegen fremde und oft auch gegen eigene Zweifel, nach dem Grad des Anſehens beurtheilt, welches der, der ſie vortrug behaupter— zu unterdruͤcken, oder, wo er ſchon einheimiſch iſt, wieder zu verbannen. Denn wirklich ſcheint es ſehr natuͤrlich zu ſeyn, daß er bei dem Studium fremder Sprachen, wo ſo vieles auf Auktoritaͤt ankommt, ſich leicht erzeugen koͤnne; und zwar um ſo leichter, je beſſer und vorzuͤglicher der Lehrer iſt, deſſen Unterricht man genießt, wenn ihm dieſer nicht ſtets ent⸗ gegen arbeitet. Auch laͤßt es ſich ferner gar wohl begreifen, daß es den letztern immer einige Ueberwindung koſten muß, das wirkſamſte Mittel, zur Ausbildung ſeiner Schuͤler und zur Erhaltung der Aufmerkſamkeit und Ordnung, das er in Haͤn⸗ den hat, auch nur auf die entfernteſte Art zu ſchwaͤchen; und daß es der bekannte Leichtſinn des jugendlichen Alters, unter manchen Umſtaͤnden, wirklich zweifelhaſt machen kann, ob der Lehrer nicht ſeine Achtung ſchmaͤlere, wenn er jedes Mittel anwenden wollte, um das Vorurtheil des Anſehens bei ſeinen Untergebenen zu bekaͤmpfen. Doch iſt auch hier die Gefahr kleiner, als man wohl bei der erſten Anſicht glauben moͤchte. Das Sprachſtudium naͤhrt den Auktoritaͤtsglauben nicht mehr, als das Studium jeder andern Art hiſtoriſcher Kenntniſſe; oder es beguͤnſtigt ihn vielmehr noch weniger, weil ſich dabey fruͤher und leichter eigene Unterſuchungen und Ausarbeitungen anſtel⸗ len laſſen, als bei andern hiſtoriſchen Wiſſenſchaften. Der Leh⸗ rer darf ebenfalls nicht fuͤrchten, daß ſein Anſehen verringert werde, wenn er einen aus Verſehen begangenen Irrthum wi⸗ derruft. Er gibt vielmehr dadurch ein nützliches Beiſpiel der Beſcheidenheit, deſſen Werth ſelbſt der Schuͤler leicht fuͤhlt. Auſſerdem kann der erſtere, noch auf mehreren Wegen, dem er⸗ waͤhnten Uebel begegnen. Sehi viel hilft es ſchon, wenn im⸗
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