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Hier iſt alſo eine zweifache Erlaͤuterung nothwendig. Erſt⸗ lich muß der Lehrer zeigen, wie man verfährt, wenn man das gemeine Maas einer Seite ſucht. Geſetzt, man haͤtte in ei⸗ nem Triangel, deſſen Winkel wir mit a, b, e, und die, die⸗ ſen gegenüber ſtehenden Seiten mit den groſen Buchſtaben A, B, C, bezeichnen wollen, die Winkel a und b gemeſſen, und darauf nach der Chordentafel das trigonometriſche Maas der gegenuͤberſtehenden Seiten A und B gefunden: ſo hat man nur nöthig, eine Seite A zu meſſen, um das gemeine Maas der andern Seite B nach der Regel de tri finden zu koͤnnen. Denn die trigen. Maaſe von A und B verhalten ſich, wie die gemeinen Maaſe von A und B.
Zweitens muß gezeigt werden, wie man umgekehrt aus dem gemeinen Maaſe das trigonometriſche, und dadurch die Groͤſe der gegenuͤberſtehenden Winkel ſucht. Wenn z. B. A und C und der Winkel a gemeſſen worden(wodurch man das trigonometriſche Maas von A nach der Chordentafel be⸗ kommt) ſo ſagt man: wie ſich das gemeine Maas von A zu dem gemeinen Maaſe von C verhaͤlt, ſo verhaͤlt ſich das tri⸗ gonometriſche Maas von A zu dem trigonometriſchen Maaſe von C. Wenn man dies letztere in der Chordentafel aufſucht, ſo findet man daneben die Grͤſe d des Wintels c in Graden und Minuten.
Wenn


