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noch nicht hinreichend iſt, ſich einen Begrif von der Groͤſe der Seiten des Triangels zu machen, weil die Seiten aͤhnlicher Triangel, welche gleichen Winkeln gegenuͤberſtehen, im trigo⸗ nometriſchen Maaſe gar nicht verſchieden find, wenn ſie gleich im gemeinen Maaſe auſſerordentlich verſchieden ſind.
Man zeige ihm alſo nun, daß dieſes trigonometriſche Maas zur Beſtimmung des gemeinen Maaſes der Seiten in ſehr vielen Faͤllen angewendet werden kann. Denn von der Richtigkeit des Hauprſatzes, worauf hier alles ankommt, daß zwey Seiten eines Triangels ſich im trigonometriſchen Maaſe ſo gegen einander verhalten muͤſſen, wie im ge⸗ meinen Maaſe, wird er ſich aus der Lehre von der Aehn⸗ lichkeit der Triangel voͤllig uͤberzeugt haben.
Da nun die Groͤſe der Wintel nach der Chordentafel das trigonometriſche Maas der Seiten giebt; ſo laͤſt ſich der Zweck der Trigonometrie auf folgende Art angeben: ſie lehret, wie aus ſechs Stuͤcken im Triangel(naͤmlich den drei trigonome⸗ triſchen und drei gemeinen Maaſen der Seiten) drei unbekann⸗ te Stuͤcke durch Rechnung gefunden werden koͤnnen, wenn ſchon drei davon, unter denen das gemeine Maas wenigſtens
von einer Seite ſeyn muß, bekannt ſind.
b Hier


