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dergleichen grundloſe Einwendungen mehr waren. Die Philaͤ⸗ ni hingegen zeigten ein ſehr gemaͤßigtes Betragen, und erklaͤr⸗ ten ſich zu jedem andern Vorſchlage, der nur einigermaßen billig waͤre, bereit und willig. Nach langem, vergeblichem Worrtwechſel gaben die Abgeſandten aus Cyrene ihren Gegnern folgende zuruͤckſchreckende Wahl: entweder ſollten die Karthager an der Stäͤtte, welche ſie zur Graͤnze ihres Vaterlandes ver⸗ langten, ſich lebendig begraben laſſen, oder ſie, die Cyrenenſer, wollten, auf dieſelbe Bedingung, nach Belieben weiter vor⸗ waͤrts gehen. Die Philaͤni, um die Vergrößerung ihres Va⸗ terlandes nicht zu zoͤgern, genehmigten ohne Bedenken den ſchauderhaften Vorſchlag, und wurden, wo ſie ſtanden, leben⸗ dig begraben. Dafuͤr weihten ihre Mitbuͤrger ihnen an dem Orte ihres Begraͤbniſſes zwei Altaͤre,* und beeiferten ſich noch auf andre Art, durch Feſte und Ehrenbezeigungen, das An⸗ denken eines ſo beiſpielloſen Patriotiſmus der ſpaͤteſten Nach⸗ welt zu erhalten.
Dieſe
mationen beſchließt. Allein wie ungleich gewichtvoller das Zeug⸗ niſ eines Salluſtius ſey, darf ich als bekannt vorausſetzen, viel⸗ leicht auch auf dasjenige, was weiter unten von der ganz vor⸗ zuͤglichen Glaubwuͤrdigkeit des Letzteren, in der Geſchichte von dieſem Locale, vorkommen wird, mich berufen⸗
* Daher hieß dieſe Gegend auch in der Folgezeit, als die Altäte be⸗ reits nicht mehr ſtanden, die Altaͤre der Pbilani. Dieß ſagt Strabo B. III.„, Qlεαeυσν εμινπσι νεεαε α⁴νει τονοε te uXs- rger„eiar.


