Aufsatz 
Einige Bemerkungen zur ältern Geschichte des Ackerbaues in Teutschland / Johann Ernst Christian Schmidt
Entstehung
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Bermuthlich hatte auch Markgraf Gero(zu Otto I Zeiten) denſelben Glauben, als er gegen 30. vornehme Slaven zu ſich nleden ließ, ihnen Sicherheit verſprach, und ſie alsdann töͤd⸗ tete. 2 865

Doch waͤren die Slaven noch gluͤcklich geweſen, wenn es hierbey geblieben ware. Allein auch aus dem Schooſe ihres Vaterlandes wurden ſie geriſſen, und als Sklaven uͤberall hin zerſtreut. Schon unter den Ottonen ſcheinen, nach mehreren Stellen der Geſchichtsſchreiber zu ſchlieſſen, ſehr viele von ih⸗ nen dieſes traurige Schickſal erfahren zu haben.* VBouender wurde ihr Ungluͤck, nach dem im Jahr 1146. der h. Bern⸗ hard von Clairveaux auf einem Reichstage ju Frankfurt am Mayn, alle Chriſten aufforderte, die barbariſchen und un⸗ chriſtlichen Nationen zu unterjochen und ihnen das Chriſten⸗ thum auſzuzwingen. Die Araber in Palaͤſtina, die Araber in Spanien, und die teutſchen Slaven waren es, deren Beſie⸗ gung und gewaltſame Bekehrung er zur Sache der Religion machte.*½*) Wer nicht Entſchloſſenheit genug barce, i hne ferne

ſeburg, daß man den neubekehrten Polen, wenn ſie Fleiſch zur Faſtenzeit aͤſſen, die Zaͤhne ausſchlage; denn dadurch, ſagt er, könne das göttliche Geſetz am beſten befeſtigt werden.(Ap. Leib-

nit. T. I. p. 419.)

*) Wniechind L. II. p. 647.(Ap. Meibom. T. I.) **) Dies beſtaͤttigen viele Stellen aus witichind, Ditmar, Belmold u. a.

,*) Helnald. I, 49.(ap. Leibnit. T. II.) Claruit Bernhardus Clare-

¹uallenfis Abbas, cuius fama tauta ſignorum fuit opinione cele- bris,